Die Nachricht verbreitete sich schnell unter den Tierfreunden der Landeshauptstadt: Das Tierheim Mainz rettet Schwäne, die im städtischen Hafenrevier zunehmend unter Druck geraten. Bereits am Freitag gab es erste Meldungen über einen Schwan, der das Wasser mied und stundenlang regungslos an Land verharrte – ein untypisches Verhalten für die stolzen Wasservögel.
Rettung nach Hundeangriff
Nachdem eine erste Kontrolle am Freitag noch ohne Befund blieb, spitzte sich die Lage am Samstagabend zu. Das Team des Tierheims war zum Glück zur richtigen Zeit am Ort des Geschehens: Ein unachtsamer Hundebesitzer hatte seinen freilaufenden Hund gewähren lassen, woraufhin dieser den geschwächten Schwan angriff.
In einer schnellen Entscheidung nahm das Team den „Bruchpiloten“ mit, um ihn im Tierheim genauer zu untersuchen. Da der Einsatz nach dem regulären Feierabend stattfand, stand kein Dienstbus zur Verfügung. Die Retter bewiesen jedoch Improvisationstalent: Kurzerhand wurde der Schwan sicher in einer Hundebox im privaten Pkw transportiert.
Gefahren im Hafen: Hunger, Müll und Revierkämpfe
Warum das Tierheim Mainz rettet Schwäne immer wieder im Hafenbereich unterstützen muss, hat vielfältige Gründe. Die Lebensbedingungen für Wasservögel in urbanen Gebieten sind oft kritisch:
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Nahrungsmangel: Natürliches Futter ist in den befestigten Hafenbecken rar.
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Falsche Fütterung: Viele Menschen füttern unverträgliche Lebensmittel, was zu schweren Krankheiten führen kann.
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Menschliche Hinterlassenschaften: Verschluckte Angelhaken oder Vergiftungen durch Müll sind eine ständige Gefahr.
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Saisonale Belastung: Im Frühjahr rauben Revierkämpfe den Tieren zusätzliche Energie.
So können Sie den „Bruchpiloten“ unterstützen
Das Tierheim Mainz hofft nun, dass der Schwan schnell wieder zu Kräften kommt. Wer die Genesung unterstützen möchte, kann dies mit geeigneten Sachspenden tun. Der Patient liebt besonders:
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Dosenmais
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Getreide (spezielles Wassergeflügelfutter)
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Frischen Salat
Ein großes Dankeschön gilt allen aufmerksamen Mainzern, die den Vorfall gemeldet haben. Nur durch solche Hinweise kann das Team rechtzeitig eingreifen. Nun heißt es Daumendrücken, damit der Schwan bald wieder in sein Hafenrevier zurückkehren kann.
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