Wie geht es den deutschen Männern heute gesundheitlich? Grundsätzlich gut: Ein Mann hat in Deutschland momentan bei seiner Geburt eine Lebenserwartung von 77,7 Jahren. Frauen leben im Schnitt fünf Jahre länger. Seit den 1990er Jahren hat die Lebenserwartung bei den Männern allerdings stärker zugenommen als bei ihnen. Wenn man sich die 65-Jährigen ansieht, ist sie sogar bei beiden Geschlechtern annähernd gleich groß. Hier finden Sie die häufigsten Krankheiten, an denen deutsche Männer heute leiden:

1. Herz-Kreislauf-Probleme

Etwa jeder fünfte Mann in Deutschland hat ein Herz-Kreislauf-Problem. Männer haben öfter Herzkrankheiten als Frauen, sterben aber seltener daran. Zu gravierenden Krankheiten in diesem Bereich zählen solche der Herzklappen, Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz. Beim akuten Herzinfarkt und bei durch Minderdurchblutung ausgelösten Herzkrankheiten sind es hingegen die Frauen, die eine bessere Prognose haben, während Männer fast doppelt so stark davon betroffen sind.

Von den im aktuellen Deutschen Herzbericht erfassten kardiologischen Diagnosen betreffen immerhin fast sechzig Prozent Männer.

2. Heuschnupfen und andere Allergien

Über zwanzig Prozent der Männer in Deutschland leiden unter Heuschnupfen oder einer anderen Allergie. Das Wort Heuschnupfen kommt übrigens von der Beobachtung, dass der Umgang mit Heu bei Allergikern zu Schnupfen-ähnlichen Symptomen führt. Dazu gehören eine rinnende, juckende und verstopfte Nase, oftmaliges Niesen und tränende und entzündete Augen. Die Betroffenen fühlen sich oft erschöpft, haben Kopfschmerzen, sind müde und haben wenig Appetit. Auch die Haut kann bei einer Allergie starke Reaktionen zeigen.

3. Arthrose und Arthritis

Etwa jeder zehnte Mann in Deutschland leidet unter Arthrose oder Arthritis. Beide dieser Krankheiten ziehen die Knochen, Bänder und Gelenke in Mitleidenschaft. Zu den Symptomen gehören steife Gelenke und starke Schmerzen. Arthritis ist der Oberbegriff, der Zustände beschreibt, die Entzündungen in den Gelenken verursachen. Arthrose ist dabei am häufigsten. Ursache ist die Abnutzung von Gelenken und Knorpeln. Mit der Zeit kann der Knorpel sogar ganz verschwinden. Dabei liegt dann der Knochen direkt auf einem anderen Knochen, was zu Schmerzen, Steifheit und Schwellungen führt.

Die Symptome einer Arthritis unterscheiden sich von Typ zu Typ. Gelenkschmerzen und Steifheit kommen fast immer vor. Dazu kommen Schwellungen, Rötungen der Haut, Einschränkungen der Beweglichkeit, Entzündungen und Schmerzen.

4. Depressionen

5,1 % der Männer und 11,3 % der Frauen in Deutschland haben eine Depression. Damit sind Männer nur halb so anfällig wie Frauen, aber auch unter ihnen gehört die Depression zu den häufigsten Krankheiten.

Sie ist charakterisiert von einer gedrückten Grundstimmung und mangelndem Antrieb. Die Betroffenen fühlen sich die ganze Zeit, als würden sie auf Widerstand stoßen. Sie haben es schwer, Entscheidungen zu treffen. Sie empfinden kaum noch Freude und haben Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren. Oft fühlen sie sich außerdem minderwertig und haben Schuldgefühle.

Sehr häufig sind auch Schlafstörungen und mangelnder Appetit, der zu Gewichtsabnahme führt. Fast jeder Mensch mit einer schweren Depression denkt daran, sich das Leben zu nehmen. Viele haben auch Ängste und körperliche Beschwerden wie Schmerzen im Magen, Kopfschmerzen und Rückenschmerzen. Als Symptome können solche Schmerzen Hinweise auf eine Depression geben.

5. Erektionsstörungen

Auch eine Impotenz wirkt sich stark auf die Lebensqualität eines Mannes aus. Es ist erwiesen, dass zwischen 3- und 5 Millionen Männer in Deutschland regelmäßig Probleme haben, eine für den Liebesakt ausreichende Erektion zu bekommen. Der tatsächliche Anteil der Betroffenen dürfte bei zwanzig Prozent liegen. Hier gibt es für Betroffene, denen es zu peinlich ist, zum Arzt zu gehen, die Alternative von Services wie DoktorABC, wo sie ohne persönlichen Kontakt Rat suchen und gültige Rezepte erhalten können.

Sehr viel seltener als die genannten Krankheiten treten Krebs (etwa 260.000 neu erkrankte Männer pro Jahr), HIV und andere gefährliche Infektionskrankheiten wie Hepatitis auf.