Die Sammlung zur Bad Kreuznacher Stadtgeschichte im Museum Schlosspark thematisiert primär die Historie des Rittergutes Bangert. Der Fokus liegt auf der Transformation vom adligen Freigut zum repräsentativen Schlösschen des Großbürgertums um das Jahr 1900. Ein weiterer Schwerpunkt der Dauerausstellung ist die Darstellung von Bad Kreuznach als führende Kurstadt des 19. Jahrhunderts, was die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung der Region in dieser Epoche unterstreicht.
Das künstlerische Erbe der Familie Cauer
Ein zentraler Bestandteil der Präsentation im Museum Schlosspark sind die Werke der Bildhauerfamilie Cauer. Die Sammlung dokumentiert das Schaffen über mehrere Generationen hinweg, beginnend mit den Genredarstellungen von Emil Cauer dem Älteren. Das Spektrum der gezeigten Arbeiten reicht von Porträtbüsten und Grabmalplastiken bis hin zu Entwürfen für Denkmäler im öffentlichen Raum und Kunst am Bau. Ergänzt wird dieser Bereich durch Zeichnungen und Gemälde des 19. und 20. Jahrhunderts, die Ansichten des Nahelands zeigen, sowie durch die Glassammlung der Künstlerin Ida Paulin.

Architektur und Nutzung als Hochzeitszimmer
Das Gebäude des heutigen Museum Schlosspark wurde 1776 von Amalie von Anhalt-Dessau errichtet und befand sich später im Besitz der Familien von Recum und Puricelli. Letztere beauftragte Ende des 19. Jahrhunderts einen Innenarchitekten des bayerischen Königs Ludwig II. mit der Gestaltung des Jagdzimmers. Der mit Holz vertäfelte Raum ist original erhalten und verfügt über einen integrierten Waffenschrank sowie einen Tresorraum. Heute dient das Zimmer mit Blick auf den Schlossteich als offizieller Trauort der Stadt Bad Kreuznach.
Informationen für Besucher und Öffnungszeiten
Das Museum Schlosspark befindet sich in der Dessauer Straße 49 in 55545 Bad Kreuznach. Die Einrichtung ist montags geschlossen. Von Dienstag bis Freitag öffnet das Haus vormittags, wobei die Schließzeiten zwischen 13:00 Uhr und 16:00 Uhr variieren. An Samstagen und Sonntagen ist das Museum von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr für den Publikumsverkehr zugänglich.





