StartSportWWE Superstar Cody Rhodes über sein Karriereende

WWE Superstar Cody Rhodes über sein Karriereende

WWE-News: Cody Rhodes hat in einem offenen Gespräch in der Ariel Helwani Show ungewöhnlich persönliche Einblicke in seine Zukunft gegeben. Der amtierende Undisputed WWE Champion sprach nicht nur darüber, wie lange er sich noch als aktiver Performer im Ring sieht, sondern beleuchtete auch seine tiefe, unvollendete Verbindung zu The Rock. Seine Aussagen zeichnen das Bild eines Champions, der genau weiß, dass die eigene Zeit im Seilgeviert endlich ist.

Fünf Jahre bis zum finalen Vorhang

Mit seinem baldigen 41. Geburtstag vor Augen denkt Cody Rhodes bereits intensiv über den Herbst seiner aktiven Laufbahn nach. Obwohl er sich nach eigenen Angaben aktuell in der absoluten körperlichen Blütezeit seiner Karriere befindet, schließt er einen Verbleib als Vollzeit-Wrestler über das nächste Jahrzehnt hinaus kategorisch aus. Bis dahin werde die WWE längst neue, aufstrebende Stars aufgebaut haben, die das Unternehmen anführen.

Ein Zeitraum von weiteren fünf Jahren erscheint ihm hingegen als ein äußerst realistisches Szenario. Der Champion deutete an, dass ein kommender WWE-Vertrag genau diese Zeitspanne abdecken und damit höchstwahrscheinlich das letzte Arbeitspapier seiner beeindruckenden In-Ring-Karriere darstellen könnte.

-Werbeanzeige-

Die neue Macht der Erfahrung

Dennoch wehrt sich Cody Rhodes vehement dagegen, diese Aussagen als sofortigen Schwanengesang zu interpretieren. Das moderne Wrestling habe sich in den vergangenen Jahren massiv gewandelt, sodass das fortgeschrittene Alter heute eine völlig andere, oft positivere Rolle spiele als noch vor einigen Jahrzehnten.

Als prominente Beispiele nannte er Superstars wie Brock Lesnar, der sich immer noch in einer grandiosen Phase befinde, oder Roman Reigns, der mit jedem Jahr an Ausstrahlung und Ring-Intelligenz gewinne. Auch CM Punk sei das perfekte Beispiel dafür, dass man im späteren Karriereherbst die beste Version seiner selbst präsentieren könne. Erfahrung ist laut Cody Rhodes heutzutage ein unschätzbarer Vorteil, da routinierte Athleten eine tiefere Verbindung zum Publikum aufbauen. Ohne dieses über Jahrzehnte gewachsene Band wäre beispielsweise auch der legendäre Run von Hulk Hogan als „Hollywood Hogan“ in der nWo niemals möglich gewesen.

Das ungenutzte Potenzial des Final Boss

Ein weiteres, hochspannendes Thema des Interviews war die epische Rivalität mit Dwayne Johnson. Auf die brennende Frage, ob die gemeinsame Geschichte mit The Rock eines Tages noch fortgesetzt werden müsse, machte Cody Rhodes deutlich, dass sich dieses Kapitel für ihn keineswegs abgeschlossen anfühlt.

The Rock spiele mittlerweile eine immense Rolle in seiner Karriere. Dabei geht es nicht nur um die gemeinsamen, historischen Momente rund um WrestleMania, sondern vor allem um das ungenutzte Potenzial des Charakters „The Final Boss“. Die Fans hätten bislang nur an der Oberfläche dessen gekratzt, was mit dieser düsteren und dominanten Figur erzählerisch möglich gewesen wäre. Deshalb fühle sich die Geschichte für ihn weiterhin wie ein unvollendetes Werk an.

Für eine potenzielle Fortsetzung sieht Cody Rhodes zwei völlig unterschiedliche Wege, die interessanterweise nicht zwingend in einem klassischen Wrestling-Match enden müssen. Einerseits könnte er dem Vorbild von Dwayne Johnson folgen und versuchen, sich abseits des Seilgevierts in Hollywood und den Mainstream-Medien zu etablieren – eine Art Lebensweg-Hommage an seinen großen Rivalen. Andererseits steht die Tür für eine direkte, physische Fortsetzung der WWE-Geschichte weit offen, sollte The Rock eines Tages ins WWE-TV zurückkehren und die brachliegende Fehde erneut entfachen.

-Werbeanzeige-

Eine Warnung an die Gerüchteküche

Trotz dieser reizvollen Zukunftsmusik warnt Cody Rhodes jedoch eindringlich vor zu vielen wilden Spekulationen rund um ständige Überraschungsauftritte von Legenden. Solche permanenten Gerüchte könnten innerhalb des aktuellen Rosters für unnötige Unsicherheit sorgen und den Fokus verschieben.

Er betonte mit großem Nachdruck, dass die aktiven Talente, die Woche für Woche die Shows tragen und die eigentliche Knochenarbeit leisten, den absoluten Mittelpunkt der Aufmerksamkeit verdienen. Nostalgische Momente seien zwar ein wunderbarer Teil des Geschäfts, dürften aber niemals die harte Arbeit der Vollzeit-Wrestler überschatten, die das Fundament der heutigen WWE bilden.

-Werbeanzeige-