Der Mainzer Stadtteil Mombach sieht sich mit einer chronischen Verschmutzung konfrontiert, die insbesondere den Bereich der Rheinallee und das Mombacher Unterfeld betrifft. Nach Berichten über eine zunehmende Müllschneise in der Rheinallee hat sich nun der zuständige Ortsvorsteher Christian Kanka zu Wort gemeldet und die strukturellen Defizite sowie die Belastung für die Allgemeinheit kritisiert. (Zwischen Fast-Food-Müll und Exkrementen in Mombach)
Illegale Müllentsorgung rund um LKW-Parkplatz und Mombacher Unterfeld
„Die illegale Entsorgung von Müll ist in diesem Bereich (LKW-Parkplatz/Jawoll) und im Bereich des Mombacher Unterfelds kein neues und kein unbekanntes Problem. Seitens des Ortsbeirates und auch meinerseits wurde das Thema immer wieder an die Verwaltung herangetragen. Bei Meldungen über abgelagerten Müll in diesen Bereichen hat die Verwaltung dann auch immer reagiert und diesen Müll entfernt.“
Christian Kanka hatte Gespräche mit der Stadtverwaltung

„Wir hatten seitens des Ortsbeirates im Jahr 2021 einen Termin mit Dezernentin Manuela Matz, damals noch Ordnungsdezernentin, an dem LKW-Parkplatz und haben die Probleme vorgetragen. Wir haben auch darauf aufmerksam gemacht, dass die LKW-Fahrer, die dort parken und Rast machen müssen, regelmäßig auf der Suche nach Toiletten sind. Da es dort keine öffentlichen Toiletten gibt, verrichten einige LKW-Fahrer ihre Notdurft in der Umgebung. Leider sieht die Stadt bis heute keine Möglichkeit, dort eine öffentliche Toilette zu errichten – aus Kostengründen.“
„Auch bezüglich des illegal abgelegten Mülls in diesen Bereichen reagiert die Stadt nur auf Meldungen und entsorgt diesen dann. Vorkehrungen, wie zum Beispiel einen Müllsammelplatz für die dortigen Schrebergärten, wurden bisher nicht geschaffen – ebenso wenig wie das Aufstellen von Schildern oder anderen Maßnahmen an den bekannten Punkten, an denen regelmäßig Müll abgelegt wird.“, so Christian Kanka weiter.
Engagement Ehrenamtlicher und fehlendes Verantwortungsbewusstsein
„Es lässt einen leider etwas ratlos zurück, da hier ehrenamtliche Bürger wie zum Beispiel der Angelsportverein, der Arbeitskreis Umwelt und die Initiative „Sauberes Mombach“ regelmäßig den Müll wegräumen – oder der illegal entsorgte Müll seitens der Stadt auf Kosten der Allgemeinheit abgeholt wird. Ich halte es für respektlos, dass einige Mitbürger anscheinend der Auffassung sind, ihren Müll an Stellen zu entsorgen, die nicht dafür vorgesehen sind – insbesondere natürlich in Naturschutzgebieten. Es ist ja nicht so, dass es keine Möglichkeiten gäbe, den Müll legal zu entsorgen, sei es als angemeldeter Sperrmüll oder auf den Wertstoffhöfen.“
Es wäre natürlich wünschenswert, wenn die Verursacher ausfindig gemacht werden könnten, damit diese zur Rechenschaft gezogen werden können – und nicht die Allgemeinheit dafür aufkommen muss. Ob die Stadt Mainz dort regelmäßige Kontrollen durchführt oder andere Vorkehrungen trifft, entzieht sich der Kenntnis von Christian Kanka, teilt er abschließend mit.






