Die Airbase in Wiesbaden-Erbenheim ist in Teilbereichen mit Chemikalien (PFC) belastet. Zurückzuführen sind diese Verunreinigungen des Bodens höchstwahrscheinlich auf den früher auf Flughäfen üblichen Einsatz von PFC-haltigen Lösch-Schäumen durch die US Army. Ein Schwerpunkt der Altlast ist die sogenannte Area 12, der ehemalige Lösch-Übungsplatz im Nordosten der Startbahn, doch auch weitere Bereiche scheinen belastet zu sein.


Grundwasser könnte belastet sein

Mittlerweile haben die amerikanischen Streitkräfte in Abstimmung mit dem Land Hessen erste Sanierungen und Sicherungen sowie weitere Untersuchungen auf ihrem Areal vorgenommen. Außerhalb der Kaserne hat das Land Hessen gemeinsam mit der Stadt Wiesbaden ergänzende Untersuchungen durchgeführt. Im vergangenen Jahr wurden Kleingärten bei der Airbase, der Käsbach sowie Quellen intensiv beprobt. Dabei wurden in einigen Brunnen unmittelbar westlich der Airbase ähnlich hohe Schadstoff-Gehalte gemessen wie auf dem Gelände selbst. Sich daran anschließende Untersuchungen der US Army in diesem Frühjahr bestätigten den Verdacht, dass es einen weiteren Belastungsschwerpunkt im nordwestlichen Teil der Startbahn gibt (Area 11). Die US Army untersucht den Bereich nun vertiefend.

Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt lässt nun auf einer Fläche von über fünf Quadratkilometern im Südsüdwesten der Kaserne, wohin das Grundwasser aus den belasteten Bereichen abströmt, weitere Untersuchungen – insbesondere der dort vorhandenen Brunnen und Bäche – durchführen. Zum Teil werden auch Proben wiederholt, weil die Fachleute vom RP aufgrund der vielen Niederschläge zuletzt mit veränderten Verhältnissen im Grundwasser rechnen. Damit sollen die Ausdehnung und die Höhe der Belastung festgestellt werden, um das das Maß der Gefährdung für Mensch und Umwelt abschätzen zu können.

Die Untersuchung des RP erfolgt größtenteils mittels Sonden im Grundwasser. Hierdurch entstehen an der Entnahmestelle keine dauerhaft sichtbaren Schäden. Die Maschinen für die Feldanalyse (Bohrgeräte etc.) fallen zudem deutlich kleiner aus als bei klassischen Brunnenbohrungen. Die betroffenen Grundstückseigentümer wurden bereits über die Untersuchungen informiert.