Die CDU-Stadtratsfraktion weist die unsachliche Kritik von SPD-Stadtrat Erik Donner aufs schärfste zurück. „Erik Donner hat sich schon vor seiner Stadtratstätigkeit einen schlechten Ruf als ideologisch verblendeter Parteisoldat aufgebaut“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Hannsgeorg Schönig. Offensichtlich übe er auch als Stadtratsmitglied auf die gleiche Art und Weise Kritik an seinen Stadtratskollegen. Über die Haltung der CDU zum Straßenbahnausbau scheine er schlicht und einfach falsch informiert zu sein.


Der Kreisvorsitzende und verkehrspolitische Sprecher der CDU Thomas Gerster stellt klar

Der Kreisvorsitzende und verkehrspolitische Sprecher der CDU Thomas Gerster stellt klar: „Die Mainzelbahn wurde damals auch durch einen CDU-Antrag mitinitiiert und seit dem wurde sie immer von der CDU mitgetragen“, so Gerster. Auch seien die Anfänge der Mainzelbahn durch den CDU-Dezernenten Wolfgang Reichel verantwortet worden. Erik Donner sei vielleicht zu jung, um das zu wissen, hätte sich aber vor seiner Kritik informieren müssen. „Die Idee der Mainzelbahn ist hervorragend – lediglich über die Ausführung unter der damaligen Verkehrsdezernentin Katrin Eder (GRÜNE) lässt sich trefflich streiten“, sagt Gerster. Die nun geplante neue Streckenführung durch die Hindenburgstraße sei für Radfahrer und Fußgänger schädlich. „Es gibt bessere Routen und deshalb hat die CDU diesen Prozess sehr kritisch begleitet“, erklärt Gerster.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Hannsgeorg Schönig geht sogar noch einen Schritt weiter

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Hannsgeorg Schönig geht sogar noch einen Schritt weiter. „Wir müssen heute schon die Weichen stellen, wie unsere Stadt in ein paar Jahren aussehen soll“, so Schönig. Kurzfristig müsse das Heiligkreuz-Viertel an die Straßenbahn angeschlossen werden. Des Weiteren müsse darüber nachgedacht werden, die Streckenführung sowohl über Hechtsheim als auch über den Lerchenberg in das rheinhessische Umland zu erweitern. Das wäre ein echter Gewinn für die Menschen und würde das ÖPNV-Angebot attraktiver machen. „Nur so werden die Einwohner aus dem Umland vom Auto auf den ÖPNV umsteigen“, sagt Schönig.

Die CDU stehe für eine Politik, die sich an der Lebensrealität der Menschen orientiert. In Mainz werde hingegen oftmals Verkehrspolitik mit der Brechstange über deren Köpfe hinweg betrieben. Dies kritisiere die CDU zwar hart, aber immer an der Sache orientiert. Davon könne bei Erik Donner und seinem Profilierungsversuch hingegen keine Rede sein. „Unter Demokraten ist es eigentlich üblich, seine Ideen mit Argumenten zu vertreten, anstatt falsche Behauptungen aufzustellen“, so Schönig abschließend.