Angesichts der Mitteilung des Bundesverteidigungsministeriums, den Bundeswehr-Einsatz im Hochwasser-Katastrophengebiet in dieser Woche nach und nach zu beenden, sehen Innenminister Roger Lewentz und der Kommandeur des Landeskommandos Rheinland-Pfalz, Oberst Stefan Weber, die zivilen Hilfskräfte im Ahrtal gut aufgestellt. Lewentz würdigte den Einsatz der Soldatinnen und Soldaten.


Innenminister Roger Lewentz

„Die Bundeswehr hat sich in den zurückliegenden Wochen umfassend bei den Rettungs- und Aufräumarbeiten im Katastrophengebiet eingebracht. Seite an Seite mit den zivilen Kräften wurde enorm wichtige Arbeit geleistet. Dabei wurden die Soldatinnen und Soldaten insbesondere für schwere Räum- und Bergearbeiten sowie für die Schaffung von Behelfsübergängen eingesetzt. Zudem waren die Bundeswehr-Kräfte bei der Rettung von Hausdächern mittels Hubschrauber und dann auch bei der medizinischen Versorgung am Boden im Einsatz. Sie haben Verletzte behandelt und Menschenleben gerettet. Später unterstützten sie maßgeblich bei der Treibstoffversorgung, der Trinkwasserverteilung und bei der Verpflegung“, so Innenminister Roger Lewentz. Diese Aufgaben würden seit geraumer Zeit nach und nach durch die zivilen Hilfsorganisationen sowie durch beauftragte Unternehmen übernommen.

Der Innenminister betonte, dass die umfassende Hilfeleistung im Ahrtal auch mit reduzierter Bundeswehr-Stärke weitergehen werde. „Unabhängig von den weiterhin zur Verfügung stehenden Soldatinnen und Soldaten sind in dieser Woche rund 1.000 professionelle Hilfskräfte im Ahrtal im Einsatz. Schwere Geräte wie Kipper und Tieflader werden dabei insbesondere durch das THW gestellt. Zudem unterstützt die Technische Einsatzleitung die zahlreichen freiwilligen Hilfskräfte, die nach wie vor aktiv sind, intensiv durch Helfer-Shuttle, Unterbringung und Spendenvermittlung sowie Treibstoffbetankung. Das THW unterstützt außerdem die nach und nach beauftragten Unternehmen und Handwerksbetriebe bei ihrer Arbeit. Die Menschen im Ahrtal können sich darauf verlassen, dass weiterhin für Hilfe gesorgt ist“, so Lewentz.

Oberst Stefan Weber, Kommandeur Landeskommando Rheinland-Pfalz

„Zunächst einmal möchte ich mich bei allen Einsatzkräften – und das schließt die vielen privaten Helfer ausdrücklich mit ein – für die großartige Arbeit bedanken, die hier über die letzten sechs Wochen geleistet wurde. Natürlich danke ich ganz besonders unseren Soldatinnen und Soldaten. Ihr Einsatz, ihre Arbeit, das war fantastisch. Dabei gab es zunächst drei klare Schwerpunkte: Erstens: Retten und Bergen von Menschen; zweitens: Gangbarmachen der Infrastruktur; drittens: Versorgung der Bevölkerung

Später haben wir unterstützt bei der Freiräumung kommunaler Infrastruktur, bei Verpflegung, Wasserversorgung und Betankung sowie beim Brücken- und Straßenbau. Diese Aufgaben haben wir angepackt und gemeistert. Daher kann ich nun melden ‚Auftrag ausgeführt!‘.



Amtshilfe to go

Selbstverständlich unterstützt die Bundeswehr weiter im Rahmen der Amtshilfe, sofern zivile Organisationen wie Technisches Hilfswerk und Deutsches Rotes Kreuz oder private Unternehmen dies nicht leisten können. Dazu werden wir noch mobile Teams für kurzfristig leistbare Amtshilfe im Raum belassen („Amtshilfe to go“), bevor wir anschließend das Verfahren in den Regelbetrieb zurückführen. Darüber hinaus wird das Kreisverbindungskommando Ahrweiler dauerhaft beratend tätig sein“, so Oberst Weber.

Für das Engagement der Bundeswehr bedankte sich Innenminister Lewentz ausdrücklich. „Dieser Einsatz und das Engagement bleiben bei den Menschen vor Ort dauerhaft in Erinnerung und tragen enorm zum Ansehen der Bundeswehr in der Bevölkerung bei. Hier wurde eindrucksvoll bewiesen, wie militärische und zivile Katastrophenhilfe Hand in Hand gehen. Hierfür bedanke ich mich im Namen der Landesregierung“, sagte der Minister.