StartÜberregionalBundestag beschließt Tankrabatt ab 1. Oktober

Bundestag beschließt Tankrabatt ab 1. Oktober

Benzin und Diesel sollen von Oktober bis Ende Dezember steuerlich entlastet werden

Autofahrer in Deutschland können sich auf eine weitere Entlastung bei den Kraftstoffpreisen einstellen. Der Bundestag hat am Freitag, 25. September 2026, den neuen Tankrabatt beschlossen. Vom 1. Oktober bis zum Jahresende soll die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um 14 Cent je Liter sinken. Einschließlich der dadurch ebenfalls geringeren Mehrwertsteuer ergibt sich eine Entlastung von rund 17 Cent je Liter.

Damit soll auf die stark gestiegenen Kraftstoffpreise infolge des aktuellen Nahost-Konflikts reagiert werden. Die Maßnahme muss allerdings noch den Bundesrat passieren. Dessen Zustimmung war für Freitag, den 25. September, vorgesehen.

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434 Abgeordnete stimmen für den Tankrabatt

Bei der namentlichen Abstimmung im Bundestag votierten 434 Abgeordnete für die geplanten Änderungen, 128 stimmten dagegen. Enthaltungen gab es keine. Insgesamt wurden 562 Stimmen abgegeben.

Die Bundesregierung hatte sich zuvor gemeinsam mit den Ländern auf das Entlastungspaket verständigt. Insgesamt sollen Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen dadurch um rund 2,5 Milliarden Euro entlastet werden. Die Länder beteiligen sich mit 1,25 Milliarden Euro, während der Bund die andere Hälfte trägt.

Die konkrete Entlastung setzt sich aus zwei Effekten zusammen: Die Energiesteuer wird um 14 Cent je Liter reduziert. Weil dadurch auch weniger Mehrwertsteuer anfällt, kommen rechnerisch weitere rund drei Cent hinzu.

Kommt die Entlastung tatsächlich an der Tankstelle an?

Ob die vollen rund 17 Cent pro Liter tatsächlich auf den Anzeigetafeln der Tankstellen zu sehen sein werden, hängt unter anderem von der Weitergabe der Steuersenkung durch die Mineralölwirtschaft ab.

Bei der vorangegangenen Energiesteuersenkung im Mai und Juni 2026 kamen nach Angaben der Bundesregierung beziehungsweise der zuständigen Wettbewerbsbehörden die Entlastungen weitgehend bei den Verbrauchern an.

Die Bundesregierung will zudem mit der Mineralölwirtschaft über einen weiteren Schritt sprechen. Geplant ist spätestens zum 1. Januar 2027 ein vorübergehender Spritpreisdeckel nach dem Vorbild Luxemburgs oder Belgiens. Wie dieser genau ausgestaltet wird, steht allerdings noch nicht fest. Das Wirtschaftsministerium erklärte, zunächst müssten entsprechende Gespräche geführt werden.

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Kritik an den Kosten und der Zielgenauigkeit

Der Tankrabatt wird nicht ausschließlich positiv bewertet. Kritiker weisen insbesondere auf die hohen Kosten der Maßnahme und die Frage hin, ob eine pauschale Entlastung an der Zapfsäule tatsächlich diejenigen Haushalte am stärksten unterstützt, die besonders unter den hohen Kraftstoffpreisen leiden.

Die Bundesregierung begründet die Maßnahme unter anderem mit der Situation von Pendlern, Familien und Unternehmen, die auf das Auto angewiesen sind. Besonders Menschen in Regionen mit wenigen Alternativen zum Individualverkehr sollen von der Senkung profitieren.

Die Regierung hatte bereits im Frühjahr 2026 eine vergleichbare Maßnahme beschlossen. Damals wurde die Energiesteuer für Benzin und Diesel vom 1. Mai bis zum 30. Juni gesenkt.

Entlastung zunächst bis Jahresende

Der neue Tankrabatt ist zeitlich begrenzt. Die Energiesteuersenkung soll vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2026 gelten. Insgesamt werden Bund und Länder dafür rund 2,5 Milliarden Euro aufbringen.

Parallel arbeitet die Bundesregierung an weiteren Maßnahmen für das kommende Jahr. Neben dem geplanten Preisdeckel sollen auch weitere Formen der direkten Entlastung geprüft werden. Welche Instrumente letztlich umgesetzt werden, steht derzeit noch nicht abschließend fest.