Festliche Klänge der „Binger Stadtmusikanten“ empfingen am Dienstagabend die Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zum traditionellen Neujahrsempfang. In einem gut gefüllten Saal blickte Oberbürgermeister Thomas Feser auf ein bewegtes Jahr zurück und beschwor den Zusammenhalt der Bürger. Besonders würdigte er dabei die vielen ehrenamtlichen Helfer, die das Rückgrat der Binger Gemeinschaft bilden. Er betonte, dass Bingen gerade in schwierigen Zeiten seine wahre Stärke zeigt und Herausforderungen stets als Chance zur Weiterentwicklung nutzt.
Zukunft zum Anfassen an den Infoständen
Ein besonderes Highlight des Abends waren die gut besuchten Informationsstände direkt im Saal. Die Gäste informierten sich dort aus erster Hand über den aktuellen Stand der BUGA 2029 und die Planungen für den Park am Mäuseturm. Auch die Skulpturen-Triennale weckte mit ihrem Motto „Verbindung und Zusammenhalt“ große Vorfreude auf die kommende siebte Ausgabe. Gleichzeitig präsentierte die Binger Tourismus & Kongress GmbH das neue Stadtmagazin. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, um direkt mit den Experten ins Gespräch zu kommen und erhielten wertvolle Einblicke in die kommenden Großprojekte.
Fokus auf Infrastruktur und Haushalt in Bingen
Trotz angespannter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen blickt das Stadtoberhaupt zuversichtlich auf das Jahr 2026. Thomas Feser hob hervor, dass die Stadt zentrale Projekte wie den Glasfaserausbau in allen Stadtteilen und die Aufwertung des Kulturufers konsequent vorantreibt. Dabei verteidigte er seinen Kurs der strikten Haushaltsdisziplin der vergangenen Jahre. „Wir haben jeden Euro zweimal umgedreht, und das war gut so“, erklärte Feser mit Blick auf die Handlungsfähigkeit der Stadt. Während der Ausbau der Kita-Landschaft und wichtige Straßenbauprojekte planmäßig verlaufen, kritisierte er jedoch die Deutsche Bahn, die beim Umbau des Hauptbahnhofs aktuelle Vereinbarungen nicht einhalte.
Ein Sommer voller Höhepunkte
Zum Abschluss seiner Rede versprach der Oberbürgermeister einen glanzvollen Veranstaltungssommer. Von Klassikern wie „Rhein in Flammen“ und dem Winzerfest bis hin zum großen Finale von „Bingen swingt“ bietet der Kalender für 2026 zahlreiche kulturelle Glanzlichter. Feser schloss den offiziellen Teil mit einem herzlichen Dank an die Verwaltung, die Rettungskräfte und die Gremien ab. Er lud alle Binger dazu ein, das „unbeschriebene Blatt“ des neuen Jahres gemeinsam mit Leben zu füllen und die kommenden Chancen mutig zu ergreifen.
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