Am Montag, 27.09.2021, besuchte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig die integrative Kindertagesstätte Rheinlinge in Mainz der in.betrieb gGmbH Gesellschaft für Teilhabe und Integration. Gemeinsam mit Sozialdezernent und Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Eckart Lensch und Geschäftsführer Michael Huber machte sie einen Rundgang durch die Kita. Dabei erfuhr sie von den vielfältigen Aspekten der Integration von Menschen mit Behinderung im Alltag der Rheinlinge und tauschte sich über aktuelle Kita-Themen aus.


Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig

„Hier gibt es Raum für kleine und große Menschen, für Eltern sowie für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit und ohne Beeinträchtigung – und das alles mit sehr viel Engagement und Herz. Hier lernen und arbeiten Behinderte und Nicht-Behinderte miteinander und voneinander. Kurzum: Hier wird Inklusion auf allen Ebenen gelebt“, sagte die Bildungsministerin bei ihrem Besuch und betonte: „Die Arbeit der Kita Rheinlinge und der Schwesterkita Selzlinge in Nieder-Olm ist vorbildlich. Ich begrüße es deshalb sehr, dass sich die Kita als Konsultationskita bewerben will und wünsche ihr dafür alles Gute.“ Konsultationskitas sind Kindertagesstätten, die besondere Schwerpunkte haben und anderen Kitas im Land als Vorbild und als Ansprechpartner für ihre Themen dienen.

Michael Huber, Geschäftsführer der in.betrieb

„In höchst herausfordernden Corona-Zeiten für Kitas, nach Inkrafttreten des neuen Kita-Gesetzes und des damit verbundenen Systemwechsels für die integrativen Kitas kam der Besuch von Frau Ministerin Dr. Hubig für uns zu rechten Zeit. Unsere beiden integrativen Kitas Rheinlinge und Selzlinge sind besonders – und dieses Besondere wollten wir Frau Dr. Hubig vorstellen und mit ihr gemeinsam Impulse für die zukünftige Kita-Arbeit diskutieren.“

Beide integrative Kindertagesstätten stehen unter der freien und gemeinnützigen Trägerschaft der in.betrieb gGmbH und befinden sich jeweils auf dem Gelände des Sozialunternehmens. So profitieren Kinder und Erwachsene mit und ohne Behinderung gleichermaßen voneinander. Dieses Konzept ist einzigartig in Mainz und Umgebung.

Bei den Rheinlingen gibt es 90 Betreuungsplätze in vier kleinen, altersgemischten Gruppen für Kinder von 6 Monate bis 6 Jahre und zwei integrative Gruppen für Kinder ab 2 Jahren. In Nieder-Olm gibt es 30 Betreuungsplätze in zwei integrativen Gruppen.

© in.betrieb gGmbH, Fotografin: Kristina Schäfer Von links nach rechts: Rheinland-pfälzische Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig, Susanne Skoluda-Feldes, Erziehungswissenschaftlerin im Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz, und Praktikantin bei den Rheinlingen Leonie Schneider mit Kita-Kindern

in.betrieb gGmbH Gesellschaft für Teilhabe und Integration

Die in.betrieb gGmbH Gesellschaft für Teilhabe und Integration ist ein Unternehmen zur Eingliederung von Menschen mit Behinderungen in das Arbeitsleben sowie zur Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gesellschaft. An den derzeitigen Standorten Mainz und Nieder-Olm finden rund 600 Menschen mit Behinderungen berufliche Bildung, Arbeitsplätze sowie begleitende Förderung und Betreuung.

Im Bereich Ambulantes Wohnen unterstützt in.betrieb zurzeit 172 Bewohner*innen in ihrer eigenen Wohnung. 56 schwerst-mehrfachbehinderte Menschen besuchen die Tagesförderstätte der Tochtergesellschaft mittendr.in, und in den Kindertagesstätten erleben 120 Kinder mit und ohne Behinderung einen inklusiven Alltag. Im zeit.raum für Senior*innen mit Beeinträchtigung finden derzeit 10 Rentner*innen einen abwechslungsreichen Betreuungsalltag. Die Liebelle berät zu Fragen rund um die Sexualität von Menschen mit Lernschwierigkeiten.