Teil 3: In den vergangenen Jahren kam das Thema zur Sperrung der Bahnunterführung für Fahrzeuge mit einem Gewicht über 7,5 Tonnen immer wieder auf. Auch jetzt, wo die Unterführung eröffnet und für die schweren LKWs freigegeben ist, wird immer noch darüber diskutiert. BYC-News sprach mit Thorsten Siehr von der SPD Ginsheim-Gustavsburg darüber. Er tritt am 5. Dezember bei der Bürgermeisterwahl in GiGu als Kandidat der Sozialdemokraten an.


Verkehrsproblem in Gustavsburg

Im Stadtteil Gustavsburg sieht Siehr die bestehenden Verkehrsprobleme besonders im Vordergrund. Durch die hohe Frequenz auf der Darmstädter Landstraße sei der Stadtteil stark belastet. Hier würden viele Fahrzeuge, insbesondere Lastkraftwagen entlangfahren, die diese eigentlich gar nicht nutzen müssten.

Sperrung der Bahnunterführung

„Hinzu kommt natürlich das Thema der Unterführung. Ich stehe nach wie vor dazu, dass die für Fahrzeuge mit über 7,5 Tonnen gesperrt werden muss. Das war schon von Beginn an so vorgesehen. Ich verstehe es deshalb nicht, warum man sich da aktuell so schwertut. Da will ich mich ganz intensiv für stark machen, dass das möglichst schnell umgesetzt wird. Außer der Bus und die Einsatzkräfte der Feuerwehr müssen da einfach keine 7,5 Tonner durch. Das gleiche gilt eigentlich auch für die Darmstädter Landstraße“, so Siehr.

Thorsten Siehr erklärt, dass er sich auch über die Erklärung des aktuellen Bürgermeisters zur Sperrung der Unterführung wundere. „Natürlich muss eine solche Verfügung auch immer begründet sein. Aber die Gründe sind ja ganz klar da. Der enge Kurvenradius, die Lärmproblematik, das war alles von Anfang an bekannt. Jetzt nochmal ein Lärmgutachten abzuwarten, das kann ich nicht nachvollziehen. Der Bürgermeister ist zur Sperrung befugt und dann sollte man es im Sinne der Bürger auch unbedingt tun.“

Angebot statt Zwang beim Mobilitätswandel

Abschließend erklärt Thorsten Siehr: „Ich stehe natürlich dafür, dass wir den Mobilitätswandel in der Stadt Ginsheim-Gustavsburg weiter voranbringen. Lärmschutz und Lärmreduzierung wird nur dann möglich, wenn sich auch die Mobilität verändert. Ich halte da aber nicht viel von Zwang. Meine Idee ist das gute Vorbild und das Angebot, wie beispielsweise das MeinRad und das Car Sharing. Es waren SPD und Grüne, die das Fahrradverleihsystem in der vergangenen Wahlperiode gegen anfängliche Skepsis und Widerstände vorangebracht haben. Wir müssen die Stadt auch für Radfahrer noch attraktiver und sicherer machen. Natürlich ist auch die direkte Busverbindung von Ginsheim nach Gustavsburg ohne Umweg über Bischofsheim ein Thema, dass ich zeitnah angehen will.“

Serie zur Bürgermeister-Wahl:

BYC-News hat in dem Interview mit Thorsten Siehr noch über weitere Themen gesprochen. Diese folgen in den kommenden Tagen.

Teil 1: Thorsten Siehr – Bürgermeisterkandidat für Ginsheim-Gustavsburg

Teil 2: Thorsten Siehr: Ich sehe das Altrheinufer in Ginsheim künftig als Naherholungsgebiet