Vermögenswirksame Leistungen (VL) sind ein Gehaltsbestandteil und die perfekte Gelegenheit, ein Vermögen aufzubauen. Doch die meisten Arbeitnehmer nehmen ihre Vermögenswirksamen Leistungen gar nicht in Anspruch. Dabei können sich aber gerade VL-Aktienfonds für den Sparer richtig lohnen.

Mehr als 10 Millionen Arbeitnehmer verzichten auf VL

Der Arbeitgeber unterstützt seine Arbeitnehmer beim langfristigen Sparen und überweist bis zu 40 Euro im Monat als Vermögenswirksame Leistung. Die genaue Höhe wird im Tarifvertrag, der Betriebsvereinbarung oder dem Arbeitsvertrag geregelt. Arbeitnehmer werden zusätzlich vom Staat gefördert und erhalten bei Anlage in Aktienfonds 20 Prozent der jährlichen Sparsumme über die Arbeitnehmer-Sparzulage. Bei Aktienfondsparplänen ist dies auf maximal 80 Euro jährlich begrenzt.

In Deutschland haben mehr als 20 Millionen Arbeitnehmer Anspruch auf VL. Jedoch verzichten laut Befragung der DekaBank 51 Prozent der Arbeitnehmer darauf. 61 Prozent sind es sogar bei den Auszubildenden, also knapp zwei Drittel der rund 1,3 Millionen Nachwuchskräfte in Deutschland. Damit lassen sich die Azubis monatlich über 18 Millionen Euro entgehen, wenn man mit dem Durchschnittsbetrag von 20 Euro rechnet, der im Schnitt in den Ausbildungsberufen an VL gezahlt wird.

Ein früher Start lohnt sich beim Sparen

Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, den VL-Betrag anzulegen. Die Verträge haben alle eine Laufzeit von sieben Jahren, bei der sechs Jahre eingezahlt wird und im siebten Jahr das Geld ruht. Gerade junge Berufsstarter profitieren von dieser Sparform. Mit der ersten Wohnung, dem ersten Auto und notwendigen Versicherungen bleibt oft nur wenig übrig, um ein Vermögen aufzubauen. Über die Jahre lässt sich aber gerade mit Aktienfonds ein ansehnlicher Betrag erreichen.

Dies bestätigt auch Finanztest in der März-Ausgabe 2019: „Aus unserer Sicht sind Aktienfondssparpläne am attraktivsten. Sie bieten die höchsten Renditechancen. Die Förderung ist lukrativer als bei den anderen VL-Verträgen.“ Zudem können gerade junge Leute auf diesem Weg erste Erfahrungen mit den Aktienmärkten sammeln. VL-Sparern sollte aber klar sein, dass bei schwierigen Börsen nach der Laufzeit von sieben Jahren weniger herauskommen kann als erhofft.

Vielfältige Anlagemöglichkeiten

Die Aktienfonds können aber auch einfach weiter im Depot liegen bleiben. Zum Beispiel als Sockel für die Altersvorsorge. Und wer nach jeweils 6 Jahren gleich den Anschlussvertrag startet, holt auf Dauer am meisten heraus. Aber auch hier können sich Wertschwankungen negativ auf den Erfolg der Anlage auswirken. Es ist zudem ratsam, einen entsprechenden Freistellungsauftrag beim Sparplananbieter einzurichten. Denn die erwirtschafteten Kapitalerträge sind steuerpflichtig, wie auch alle anderen Geldanlagen.

Zu den verschiedenen Anlagemöglichkeiten von Vermögenswirksamen Leistungen beraten Sie jederzeit gerne die Berater der Sparkasse Mainz.

Adresse:
Sparkasse Mainz
Bahnhofstraße 1
55116 Mainz
Tel: 06131 – 200 9 100
Hier gibt es weitere Informationen rund um die Altersvorsorge