Die Nachpflanzungen von insgesamt rund 150 Straßenbäumen aus dem aktuellen Ersatzpflanzungsprogramm mit annähernd 25 verschiedenen Baumarten beziehungsweise Gattungen in der vergangenen Pflanzperiode wurde am Dienstag (15. März 2022) mit der Pflanzung eines Spitzahorns auf dem Kardinal-Volk-Platz in Anwesenheit von Grün- und Umweltdezernentin Janina Steinkrüger sowie Ortsvorsteher Dr. Brian Huck (Altstadt) abgeschlossen.


Überwiegend heimische Baumarten werden gepflanzt

Gepflanzt wurden während des zurückliegenden Ersatzpflanzungsprogramm überwiegend heimische Baumarten wie Linde, Ahorn und Erlen. An beengten Standorten schließen Säulenformen wie die der Stieleiche und des Spitzahorns oder kleinkronige Baumarten wie der Blasenbaum und der Eisenholzbaum die durch Abgänge entstanden Lücken. Das Hauptaugenmerk legte das städtische Fachamt in der vergangenen Pflanzperiode auf die dichtbesiedelten Stadteile der Altstadt und Neustadt sowie auf den Stadtteil Hartenberg-Münchfeld, wo in der Wallstraße, An der Allee, Am Fort Gonsenheim und in der Dijonstraße umfangreiche Pflanzungen stattgefunden haben. Auch in der Rheinallee wurden im Zufahrtsbereich zum Mombacher Kreisel mit 14 Bäumen Abgänge aus den letzten Jahren ausgeglichen.

Für die Pflanzungen der 150 Bäume wurden über 1.000 Tonnen Material aus beziehungsweise zu den einzelnen Standorten transportiert und jeder Baum mit rund 4.500 Litern Wasser versorgt. Die Kosten für die Pflanzungen sowie deren dreijährige Entwicklungspflege belaufen sich auf 250.000 Euro.

Grün- und Umweltdezernentin Janina Steinkrüger dazu

„Während mit dem nahenden Frühjahr die aktuelle Pflanzsaison endet, erfolgen bereits Planungen für die kommenden Ersatzpflanzungen. Gerade aktuell wird das Ausschreibungsverfahren für 2022 zur Nachpflanzung von ebenfalls rund 150 Bäumen vorbereitet“, betont Grün- und Umweltdezernentin Janina Steinkrüger. „Einen Schwerpunkt legen wir räumlich hierbei auf Nachpflanzungen in der Altstadt und Neustadt sowie auf die Oberstadt mit weiteren Pflanzungen im Übergang von der Oberstadt nach Weisenau. Besondere Beachtung findet dabei die Wahl von Baumarten, die für das sich verändernde Stadtklima bestmöglich geeignet sind.“

Um dieses Ziel zu erreichen, beziehen die Experten des städtischen Fachamtes überregionale Empfehlungen ein, wie sie von der „Ständigen Konferenz der Gartenamtsleiter beim Deutschen Städtetag“ ausgesprochen werden. Geprüft wird dabei, welche Baumarten den künftigen Anforderungen in der Landeshauptstadt Mainz standhalten können. Durch die jahrelangen Bestrebungen konnten neben dem Erhalt von Alleen – etwa der Kirschbaumalle in der Ritterstraße – vor allem auch die Diversität innerhalb des städtischen Baumbestandes erweitert werden und damit ein schädlings- und krankheitsresistenter sowie artenreicher Bestand gefördert werden.


Pflanzarbeiten sollen in den Wintermonaten abgeschlossen werden

So werden im Bereich der Göttelmannstraße, Am Stiftswingert und in der Hechtsheimer Straße in der kommenden Saison mit einer heterogenen Baumauswahl durch Abgänge entstandene Lücken geschlossen. Während die Vorbereitungen wie der Austausch von Boden an Altstandorten schon zuvor durchgeführt werden, beginnen die eigentlichen Pflanzarbeiten wieder ab Herbst des Jahres und finden während der laubfreien Zeit ihren Abschluss. Aufgrund der Erfahrungen bei den Pflanzarbeiten, sind die Kollegen des Grün- und Umweltamts bestrebt, die Pflanzarbeiten in den Wintermonaten abzuschließen, damit die neu gepflanzten Bäume mit Hilfe der natürlich anstehenden Winterniederschläge zuverlässiger und für den Jungbaum „stressfreier“ austreiben können.

Auch Bürger können sich mit einbringen

Neben den 150 Bäumen, die als Straßenbäume gepflanzt werden, werden im Rahmen von verschiedenen Programmen durch die Stadtverwaltung in Kooperation mit interessierten Bürgern auch weitere Baumpflanzungen im Stadtgebiet realisiert. Über das Förderprogramm „Der geschenkte Baum“ möchte die Stadtverwaltung Mainz Gartenbesitzern dabei unterstützen, in ihrem eigenen Garten mit der Pflanzung eines zusätzlichen Laubbaumes einen Beitrag zur ökologischen Vielfalt im Stadtgebiet zu leisten. Im Dezember 2021 wurden auf diesem Wege 41 Bäume verschenkt.

Interessierte Bürger, die über ein ausreichend großes Gartenstück in Mainz verfügen und dort einen Baum pflanzen wollen, können sich beim Grün- und Umweltamt melden. Dort werden in den nächsten Wochen die eingehenden Wünsche gesammelt und entsprechende Bäume beschafft. Diese werden den Gartenbesitzern dann pünktlich zur kommenden Winterpflanzperiode zur Pflanzung und dauerhaften Pflege überreicht.

Zudem besteht auch die Möglichkeit, über das Patenschaftsprogramm „Mein Mainzer Baum“ beispielsweise zu besonderen Anlässen wie runden Geburtstagen, Hochzeiten oder der Geburt eines Kindes die Patenschaft für einen Jungbaum zu übernehmen und mit der Spende von einmalig 450 Euro einen wertvollen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel zu leisten.

Bei Interesse an einem dieser Programme stehen die Mitarbeiter des Grün- und Umweltamtes gerne für Anfragen zu den genauen Modaliläten und zur Beratung zur Verfügung. Erreichbar sind die Mitarbeiter per Mail unter gruen-umweltamt@stadt.mainz.de oder per Telefon unter 06131 12-2801.