Wohnraum ist in Deutschland weiterhin knapp und die Mieten sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Auch in Hessen und Rheinland-Pfalz gestaltet sich die Lage nicht anders als im Rest der Bundesrepublik. Sowohl für Mieter, als auch Vermieter und Bauherren ergeben sich daher Herausforderungen: Was sind die aktuellen Trends beim Thema Bauen, auch im Business-Bereich?

Umweltschutz als aktuelles Thema

Immer wichtiger beim Bauen wird der Umweltschutz. So sollen neu gebaute Häuser etwa möglichst energieautark sein, eine gute Wärmeisolierung bieten und wenn möglich auch die Option, durch Solarzellen auf dem Dach den genutzten Strom selbst zu erzeugen. Das macht wirtschaftlich Sinn und ist teilweise auch gesetzlich vorgegeben. Denn die Regionen Rheinland-Pfalz und Hessen setzen sich sehr für das Thema Nachhaltigkeit beim Bau ein. Bereits seit dem Jahr 1999 existiert etwa die Nachhaltigkeitsstrategie des Bundeslandes Rheinland-Pfalz, die dafür sorgen soll, dass Umweltschutz in allen Bereichen an oberster Stelle steht.

Haus der Nachhaltigkeit als Beispiel

Berühmt in der Region ist als Beispiel dafür das 2004 eröffnete Haus der Nachhaltigkeit: Dieses befindet sich in der Gemeinde Trippstadt inmitten des Pfälzerwalds und soll den Besuchern vermitteln, wie Nachhaltigkeit beim Hausbau funktionieren kann. Das Haus der Nachhaltigkeit hat sich zu einer sehenswerten Attraktion für umweltbewusste Besucher entwickelt und gilt als eines der Vorbilder im Raum für die Wohnsituation der Zukunft – auch für die im Sektor tätigen Unternehmen.

Kostengünstige Bauweise im Trend

Ein weiterer Aspekt, sowohl für Bauherren als auch Unternehmen, welche Wohnraum schaffen und vermieten, ist eine möglichst kostengünstige Bauweise und Unterbringung für die Käufer und Mieter. Verstärkt wird das Augenmerk auch von Geschäftsseite her auf eine modulare Architektur gelegt, egal ob es sich um ein Privathaus oder eine groß angelegte Anlage handelt. Eine modulare Struktur wird vollständig außerhalb des späteren Standorts eines Gebäudes in einer Fabrik entworfen und dort hergestellt, wodurch verschiedene Phasen von Design und Fertigung gleichzeitig stattfinden können – das spart sowohl Zeit beim Bau, als auch finanzielle Ressourcen und ist daher für Bauherren attraktiv. Inzwischen weiß man, dass modulares Bauen die Bauzeit um bis zu 50 Prozent reduziert und bis zu 20 Prozent der Kosten spart. Das macht den teuren Wohnraum auch für die späteren Besitzer erschwinglicher.

Standorte sind entscheidend

Zudem zeigt sich immer wieder, dass der Standort beim Bau mehr als entscheidend ist. Gerade in Großstädten wird der Neubau aktuell immer teurer, da auch die Mieten stark steigen. In hessischen Städten etwa spüren die Bewohner die finanzielle Belastung stärker als auf dem Land: 59 Prozent der Darmstädter und 58 Prozent der Wiesbadener berichten über Kaltmieten, die 30 Prozent ihres Nettoeinkommens übersteigen. Der Trend beim Bau in Hessen und Rheinland-Pfalz geht daher auch in Richtung ländlicher Regionen. Denn abseits der Ballungsgebiete sind die Preise für Bauen und Wohnen deutlich günstiger.

Fazit

Beim Bau steht der Südwesten Deutschlands vor durchaus großen aber auch die Innovation fördernden Herausforderungen. Umweltschutz, modulare Bauweisen und eine Vermeidung zu hoher Preise sind aktuell die Themen, welche sowohl Bauherren, als auch Unternehmen aus dem Sektor und Privathaushalte beschäftigen. Allerdings gibt es gute Nachrichten: Denn es sieht so aus, als könnten Hessen und Rheinland-Pfalz diese Herausforderungen meistern und die einzelnen Aspekte gut miteinander verbinden. Frohe Nachrichten also für Wirtschaft und Einwohner.