Die Zäune zur Abwehr der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Raum Oppenheim und Guntersblum sind häufig Ziel von Zerstörungswut und Nachlässigkeit. Das Veterinäramt Mainz-Bingen registriert derzeit zum Beispiel am Oppenheimer Wäldchen viele gewaltsam in den Zaun gerissene Löcher, herausgerissene Türen und offenstehende Tore.
Von den Kosten für die Reparaturen einmal abgesehen, erhöhen diese Aktionen die Gefahr, dass das Virus aus dem Kerngebiet entweichen und außerhalb der jetzigen Grenzen aktiv werden kann. „Dies hätte dann zur Folge, dass wir mit der ASP-Bekämpfung wieder ganz von vorne anfangen und die in den letzten Monaten gelockerten Vorgaben wieder verschärft werden müssten“, sagte Dr. Markus Wacker, Leiter beim Veterinäramt Mainz-Bingen.
Veterinäramt Mainz-Bingen appelliert für Geduld und offenes Auge
Gemeinsam mit Landrat Thomas Barth und dem Kreisbeigeordneten Erwin Malkmus appelliert er an die Bevölkerung, Ruhe und Geduld zu bewahren, damit die Einschränkungen im Herbst hoffentlich weiter gelockert werden können und die ASP in unserer Region im kommenden Jahr hoffentlich ganz vorbei sein wird.
Zudem bittet er darum, nach dem Durchgehen die Tore in den Zäunen auch wieder zu schließen und Beobachtungen über Zerstörungswütige zu melden.
Hoffnung auf Rückstufung der Sperrzone im Herbst
„Zurzeit prüfen wir mit dem Land Rheinland-Pfalz, ob ein sogenannter Rückstufungsantrag in diesem Herbst bei der Europäischen Kommission erfolgversprechend sein kann. Absicht ist es, über einem Antrag die aktuelle Sperrzone II A zur Sperrzone I zurückzustufen. Dies würde weitere Erleichterungen für die Bevölkerung bedeuten“, sagte Dr. Markus Wacker.
Speziell für Landwirtschaft und Weinbau wäre dies eine spürbare Entlastung. Unter anderem könnten die Pflicht zur Drohnenbefliegung der landwirtschaftlichen Flächen vor der Ernte und Handelsbeschränkungen für Schweinehalter gelockert werden.





