BYC-NewsMainzAppell der Stadt Mainz an die Bürger

Appell der Stadt Mainz an die Bürger

Mit einer umfassenden Informationskampagne hat die Mainz bereits im vergangenen Dezember erfolgreich für mehr Rücksichtnahme an Silvester geworben. Ziel war es, Anwohnerinnen und Anwohner rund um das Tierheim Mainz, den Wildpark Gonsenheim sowie die Tiergehege im Stadtpark Mainz für die Folgen von Feuerwerk auf Tiere zu sensibilisieren.

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„Unsere Botschaft kam an“

Während Feuerwerk für viele Menschen ein fester Bestandteil des Jahreswechsels ist, bedeutet es für zahlreiche Tiere massiven Stress. Ohrenbetäubender Lärm, grelle Lichtblitze und ungewohnte Gerüche können Panik auslösen, zu schweren gesundheitlichen Schäden führen und im schlimmsten Fall tödliche Folgen haben.

Die Kampagne zeigte Wirkung: In der Silvesternacht 2024 blieb es in den sensiblen Bereichen rund um Tierheim, Wildpark und Stadtpark deutlich ruhiger. Die Tiere waren spürbar weniger belastet.

„Auf Plakaten, Bannern, in der Pressearbeit sowie mittels Infoflyern, auf unserer Website und intensiv auch über Social Media haben wir deutlich gemacht, dass die Tiere unseren Schutz benötigen und dass in den Arealen rund um das Tierheim, den Wildpark und den Stadtpark bitte nicht geböllert werden soll. Unsere Botschaft kam an, davon hatte ich mich in der zurückliegenden Silvesternacht selbst überzeugen können“, erklärte Oberbürgermeister Nino Haase.

„Aufgrund der leider unveränderten Gesetzeslage setzen wir die Kampagne aus 2024 genauso fort und appellieren erneut an die Mainzer und Gäste: Bitte nehmt Rücksicht!“

Fortsetzung der Kampagne in diesem Jahr

Die Kampagne wurde gemeinsam von der Landeshauptstadt Mainz, dem Tierschutzverein Mainz und Umgebung e.V. und dem Förderverein Wildpark Mainz-Gonsenheim e.V. entwickelt und wird auch in diesem Jahr fortgeführt. Stellvertretend für die Tiere stehen bekannte Kampagnenmotive wie das Kaninchen Karla, Ziegenbock „Der kleine Mann“, Papagei Rico, Hund Grigore und Taube Hedwig. Auch Kater Toulouse, der inzwischen erfolgreich vermittelt wurde, wirbt weiterhin für Rücksichtnahme.

Darüber hinaus richtet sich der Appell auch an den Schutz wildlebender Tiere. Feuerwerkskörper können Igel aus dem Winterschlaf reißen oder Vögel gefährden. In unmittelbaren Lebensräumen sollte daher konsequent auf das Böllern verzichtet werden.

Aktuell werden wieder Plakate, Flyer und Banner im Stadtgebiet verteilt. Kurz vor Weihnachten wird zudem an Litfaßsäulen auf das Thema aufmerksam gemacht. Zum Jahresende werden die Motive auch auf dem LED GIANT MAINZ am Alicenplatz zu sehen sein.

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Gemeinsam für einen friedlichen Jahreswechsel – auch für die Tiere

„Ein herzliches Dankeschön an alle Mainzerinnen und Mainzer, die im letzten Jahr so viel Rücksicht gezeigt haben. Wenn auch in diesem Jahr rund um unser Tierheim erneut auf Böller verzichtet wird, können sich Zwei- und Vierbeiner gleichermaßen über einen entspannten Rutsch ins Neue Jahr freuen“, betont Denise Kämpfner.

Gesetzeslage lässt Feuerwerksverbot nicht zu

Ein rechtlich verbindliches Feuerwerksverbot aus Gründen des Tierschutzes ist weiterhin nicht möglich. Das Sprengstoffgesetz und die 1. Verordnung zum Sprengstoffrecht lassen entsprechende Anordnungen nicht zu.

„Die aktuelle Gesetzeslage lässt ein generelles Verbot in diesen Arealen leider weiterhin nicht zu. Wir sind uns aber alle einig darin, dass bei dieser Thematik Handlungsbedarf besteht“, so Ordnungsdezernentin Manuela Matz. „Daher bitten wir auch in diesem Jahr darum, im Umfeld des Tierheims, des Wild- und Stadtparks auf das Abbrennen von Feuerwerkskörpern zu verzichten, um die dortigen Tiere nicht unnötig mit Lärm zu belasten.“

Wichtiger Hinweis zu erlaubten Zeiten

Das Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie 2 ist ausschließlich am 31.12.2025 und 01.01.2026 erlaubt. Wer außerhalb dieser Zeiten Feuerwerkskörper zündet, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Diese kann mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 Euro geahndet werden.

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