Der Hochheimer Markt, eine der größten Traditionsveranstaltungen in der Region, fällt auch in diesem Jahr Corona zum Opfer. Der Hochheimer Magistrat in seiner Funktion als Gesellschafter der Hochheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH, hat sich einstimmig für die erneute Absage entschieden.

Planung einer Großveranstaltung nicht möglich

Auch mit den jüngsten Corona-Lockerungsbeschlüssen in Hessen sehen die Hochheimer Veranstalter keine andere Möglichkeit, als die Großveranstaltung auch für dieses Jahr abzusagen. Die derzeitigen Entwicklungsprognosen des Corona-Virus für den Herbst 2021 seien von großer Unsicherheit geprägt, zumal es auch keine verlässlichen Vorgaben des Landes gäbe.

Die unkalkulierbare Situation mache leider es nicht möglich, eine Veranstaltung dieser Größenordnung zu planen. Eigentlich betrage der Planungsvorlauf für die Großveranstaltung ein halbes Jahr, man habe sich mit der Entscheidung also so lange als möglich Zeit gelassen, erläutert Hochheims Bürgermeister Dirk Westedt.

Bei einer Besucherzahl von 500.000 Personen verteilt auf 5 Veranstaltungstage, sei zumindest von einer Zugangskontrolle auszugehen. Diese sei aufgrund von Art und Lage der Veranstaltung mitten im Stadtgebiet nicht umsetzbar.

Hochheimer Herbst wird geplant

Zeitgleich mit der Absage sprach sich der Hochheimer Magistrat aber auch für die Ausrichtung der alternativen Veranstaltung „Hochheimer Herbst“ aus. Sollte es das Pandemiegeschehen zulassen, wird das Ersatzformat voraussichtlich am 23. und 24. Oktober 2021 durch die städtische Gesellschaft auf die Beine gestellt werden. Ein entsprechendes Konzept hierfür wurde bereits im vergangenen Jahr erarbeitet.

Mit dem kürzlich erfolgreich abgeschlossenen Ersatzformat Hochheimer Wein Sommer anstelle des ausgefallenen Weinfestes, habe man zeigen können, das auch zu Zeiten von Corona attraktive und besucherstarke Veranstaltungen sicher und verantwortbar durchführbar sind. So hofft man in Hochheim, dass es die weitere Entwicklung der Pandemie zulasse, mit dem Hochheimer Herbst ein wenig Brauchtum und Tradition auch in außergewöhnlichen Zeiten zu leben.