Im Rahmen der letzten Sitzung der AG Bürgerzentrum am Montag (7. März 2022) wurde von der Verwaltung eröffnet, dass im Rahmen der Ausschreibung des Baus der Sport- und Kulturhalle leider nur ein erhöhtes Angebot abgegeben wurde, für das der juristischen Berater der Stadt und die begleitende Fachfirma WPV aus rechtlicher und fachlicher Sicht geraten haben, es auszuschlagen. Trotz der bekannten Preissteigerungen im Baugewerbe ist das abgegebene Gebot mit mehr als 7 Millionen Euro weit über den fachlich kalkulierten Kosten einschließlich etwaiger Kostensteigerungen und deshalb nicht annehmbar.


SPD, Freie Wähler und CDU bekennen sich weiterhin zu dem Projekt

Es ist bei der öffentlichen Vergabe nichts Ungewöhnliches und vor dem Hintergrund der aktuellen Situation im Baugewerbe nachvollziehbar, dass im Rahmen einer ersten Ausschreibung kein oder wie hier nicht annehmbare Angebote eingehen. Den Gegnern des Projekts muss klar sein, dass eine andere Planung den artikulierten Interessen der Vereine zuwiderläuft und erhebliche Auswirkungen auf die Zukunft von Vereinen haben kann.

Entsprechend bekennen sich SPD, Freie Wähler und CDU weiterhin zu dem für die Bürgerinnen und Bürger und die Vereine wichtigen Projekt. Dabei steht für die drei Fraktionen weder der Standort, noch die grundsätzliche Zwei-Standorte-Lösung mit einem Haus der Zukunft in der Stadtmitte und der Sport- und Kulturhalle neben dem TIGZ in Frage. Diese Fragen wieder aufzumachen, würde nicht nur viel Planungsgeld verschlingen, erhebliche zeitliche Verzögerungen mit sich bringen, sondern nicht zuletzt auch den Interessen der Vereine und der Bürgerinnen und Bürger nicht gerecht.

Weiteres Vorgehen mit den Vereinen besprechen

Für Sozialdemokraten, Freie Wähler und Christdemokraten, die eine gemeinsame deutliche Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung haben, gilt es deshalb nun, zusammen mit den Vereinen und in dem Ausschuss die Details des Projekts noch einmal zu besprechen, um schnellstmöglich für den Bau der Sport- und Kulturhalle ein finanziell tragfähiges Angebot einzuholen.

Die drei Fraktionen werden sich für das weitere Vorgehen eng mit den Vereinen und dem SKB abstimmen und hierfür einen zeitnahen Termin vereinbaren. Es geht hier darum, nicht über die Vereine zu entscheiden, sondern sie mit einzubeziehen und ihre Interessen zu berücksichtigen.