Auch heute (5. November 2021) versuchen die Betrüger wieder in Worms an das Geld ihrer meist älteren Opfer zu gelangen. Wie der Kripo soeben bekannt wurde, starten die Betrüger eine neue Anrufwelle in Worms, um mit schockierenden Geschichten ihre Opfer zu täuschen.


Falsche Polizeibeamte am Telefon

Die Betrüger melden sich per Telefon als Polizeibeamte und behaupten, dass ein Enkel oder ein anderer naher Verwandter einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe und deshalb dringend Geld für die Kaution zur Abwehr der Inhaftierung benötigt werde. Eine ältere Dame war bereits bei ihrer Hausbank, um 80.000 Euro abzuheben und wurde an die Hauptfiliale verwiesen. Auf diesem Weg rief sie bei der Wormser Polizei an, um zu erfahren, wohin sie das Geld bringen soll und ob es ihr gestattet sei, zur Unfallstelle zu gelangen. Die Frau wurde hinsichtlich der Betrugsmasche aufgeklärt. Ebenfalls wurde versucht vorzugaukeln, ein naher Verwandter sei akut an Corona erkrankt. In diesen Fällen werde dringend Geld für ein teures Medikament benötigt.

Mehrere Fälle in den letzten Wochen

In den vergangenen Wochen riefen Betrüger wieder überwiegend ältere Menschen im Kreis Alzey-Worms an. Am 29. Oktober 2021 wurden alleine bei der Polizei Worms bislang sieben Fälle gemeldet, bei denen Telefonbetrüger mit unterschiedlichen Geschichten ihre Opfer zu täuschen versuchten. (Wir berichteten: Warnung vom BKA)

Die Betrüger rufen bei den Opfern an

Die Betrüger melden sich per Telefon als Polizeibeamte und behaupten, dass ein Enkel oder ein anderer naher Verwandter einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe und deshalb dringend Geld für die Kaution zur Abwehr der Inhaftierung benötigt werde. Auch wurde versucht vorzugaukeln, ein naher Verwandter sei akut an Corona erkrankt und mittels Hubschrauber in eine Klinik geflogen worden. Lediglich ein teures, noch nicht zugelassenes Schweizer Medikament könnte helfen, das Leben des Angehörigen zu retten. Es wurden Beträge bis 96.000 Euro sowie Schmuck und Goldbaren von den Angerufenen gefordert. Bislang haben alle Opfer die Betrugsmasche durchschaut und aufgelegt. (Auch im Kreis Mainz-Bingen gab es Vorfälle)


Wichtige Tipps der Polizei

  • Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung
  • Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis.
  • Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben. Wichtig: Lassen Sie den Besucher währenddessen vor der abgesperrten Tür warten.
  • Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten.
  • Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

Die Polizei teilte am Freitag mit:

Am Freitagmittag (29. Oktober 2021) berichtete die Polizei von weiteren Fällen und teilte hierzu mit: „Derzeit rufen Betrüger wieder überwiegend ältere Menschen in Worms an. Heute Mittag wurden der Polizei Worms bereits fünf Fälle gemeldet, bei denen Telefonbetrüger mit schockierenden Geschichten ihre Opfer zu täuschen versuchten. Die Betrüger melden sich per Telefon als Polizeibeamte und behaupten, dass ein Enkel oder ein anderer naher Verwandter einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe und deshalb dringend Geld für die Kaution zur Abwehr der Inhaftierung benötigt werde. Es wurden hohe Geldbeträge und Schmuck von den Angerufenen gefordert. Alle Opfer haben bislang die Betrugsmasche durchschaut und aufgelegt.“

Bitte beantworten Sie folgende Fragen, bevor Sie Ihr Geld an Dritte weitergeben:

  • Sollen Sie das Geld noch heute übergeben?
  • Wurde Ihnen verboten, über den Grund der Abhebung zu sprechen?
  • Hat sich der Anrufer als Familienangehöriger, Polizist, Notar, Richter, Staatsanwalt etc. ausgegeben?
  • Sollen Sie das Geld oder Ihre Wertsachen an eine Ihnen unbekannte Person übergeben?