StartSportWie Chris Jericho sein AEW-Comeback monatelang geheim hielt

Wie Chris Jericho sein AEW-Comeback monatelang geheim hielt

Privatjets, Versteckspiele im Hotel und die bewusste Flucht vor Fahrstühlen: Der 55-Jährige enthüllt die absurden Details hinter seiner Rückkehr

AEW-News: Wenn eine legendäre Ikone nach fast einem Jahr Bildschirmpause ins Fernsehen zurückkehrt, ist der Knalleffekt meist vorprogrammiert. Dass die spektakuläre Rückkehr von Chris Jericho am 1. April bei AEW Dynamite jedoch bis zur allerletzten Sekunde absolut niemand auf dem Schirm hatte, war das Ergebnis einer logistischen Meisterleistung. In einem ausführlichen und Interview mit Renée Paquette lüftete der mittlerweile 55-jährige Altmeister nun den Schleier über die aufwendigen Sicherheitsmaßnahmen, mit denen All Elite Wrestling und er die Wrestling-Welt hinters Licht führten.

Fakten: Chris Jericho

RückkehrDatum: 01. April 2026
Ort: AEW Dynamite, Winnipeg, Kanada
Geheimhaltung: Transport via Privatjet, 24-stündige Isolation
Promo-Fokus: Minimalistisch („I’m home“)
Neuerungen: Vereinfachung des Künstlernamens auf „Jericho“
Aktuelle Storyline: Fehde gegen Tommaso Ciampa

Mit dem Privatjet in die absolute Isolation

Der Masterplan für die Rückkehr stand laut den Schilderungen des Kanadiers bereits mehrere Monate im Voraus fest. Um jegliche Leaks durch neugierige Fans an Flughäfen oder in Hotel-Lobbys konsequent auszuschließen, reiste Chris Jericho am Abend vor der besagten Show mit einem eigens gecharterten Privatjet in seiner Heimatstadt Winnipeg an. Ein normales Einchecken im offiziellen Hotel der restlichen AEW-Crew kam natürlich nicht infrage, weshalb er in einer völlig separaten Unterkunft untergebracht wurde.

Nach seiner Ankunft scannte der Routinier eigenhändig die Hotellobby auf bekannte Gesichter ab, bevor er sich für quälend lange 24 Stunden in seinem Zimmer verbarrikadierte. Die Isolation war so strikt, dass selbst seine engsten privaten Freunde keinen blassen Schimmer von der Aktion hatten. Einer seiner besten Kumpels reiste sogar extra aus Las Vegas nach Winnipeg an, um die Show zu sehen, und erfuhr erst in genau dem Moment von der Rückkehr Jerichos.

-Werbeanzeige-

Warum Fahrstühle eine Gefahr für Überraschungen sind

Rund 15 Minuten vor seinem unangekündigten Einsatz machte sich Chris Jericho schließlich auf den Weg zum Veranstaltungsort. Dabei überließ er absolut nichts dem Zufall und weigerte sich strikt, den Fahrstuhl des Hotels zu benutzen. Stattdessen nahm er lieber sportlich die Treppe, um das minimale Risiko eines technischen Defekts oder eines Steckenbleibens im Aufzug komplett zu eliminieren, was das exakte Timing der Live-Show ruiniert hätte.

Auch der Chauffeur, der den Superstar zur Arena kutschierte, wurde bis zum Moment des Einstiegs völlig im Dunkeln darüber gelassen, wen er da eigentlich auf der Rückbank transportierte. Am Arena-Eingang angekommen, blieb der Wagen mit getönten Scheiben direkt hinter den Kulissen stehen. Chris Jericho harrte bis exakt 30 Sekunden vor seinem musikalischen Einsatz im schützenden Fahrzeug aus, sprang heraus und marschierte schnurstracks auf die Bühne.

Die Kunst der zwei Worte

Für den Moment im Scheinwerferlicht wählte der Kanadier eine minimalistische Herangehensweise, die erahnen lässt, wie viel Psychologie im modernen Wrestling steckt. Er betrat die Rampe und sagte unter dem tosenden Applaus der Fans lediglich zwei Worte: „I’m home“. Bei dieser extrem kurzen Promo orientierte er sich an einem wertvollen Ratschlag der verstorbenen WWE-Legende Pat Patterson. Dieser hatte ihm einst eingebläut, dass man eine Geschichte niemals sofort in der ersten Nacht komplett auserzählen muss, sondern der reine Überraschungseffekt das wichtigste Gut ist. Die emotionale Story wird nun Schritt für Schritt in den kommenden Wochen weitergestrickt.

Der Plan ging vollends auf. Nach den überwältigenden Reaktionen in Winnipeg fielen die Fan-Antworten in Edmonton und Vancouver in den darauffolgenden Wochen sogar noch intensiver aus. Chris Jericho sieht in dieser Phase einen bewussten kreativen Neustart und hat passend dazu seine gesamte Darstellung drastisch vereinfacht. Er verzichtet ab sofort auf jegliche pompösen Spitznamen und tritt in den Shows nur noch schlicht unter dem Namen „Jericho“ auf. Er selbst betitelt diese neue Epoche als seine persönliche Ära, in der er sich ganz ohne unnötigen Ballast auf das Wesentliche im Ring konzentrieren möchte.

-Werbeanzeige-

Ricochet als ultimativer Härtetest für den Neustart

Für den sportlichen Einstand erwies sich Ricochet als der absolut perfekte erste Kontrahent. Dessen rasanter und spektakulärer In-Ring-Stil fungierte für den Champion als perfekter Gradmesser, der ihm sofort bewies, dass er auch mit Mitte 50 körperlich immer noch problemlos auf dem allerhöchsten Niveau der Branche mithalten kann. Aktuell befindet sich Chris Jericho in einer intensiven Storyline mit Tommaso Ciampa und blickt extrem zufrieden auf ein Comeback zurück, das in Sachen Geheimhaltung neue Maßstäbe gesetzt hat.

-Werbeanzeige-