Ein automatischer Notruf hat am frühen Samstagmorgen (27.06.2026) einen Großeinsatz von Rettungsdienst und Feuerwehr in Bedburg-Hau (Nordrhein-Westfalen) ausgelöst. Um 05:42 Uhr schlug das E-Call-System eines verunfallten BMW Alarm. Nahezu zeitgleich gingen weitere Notrufe in der Leitstelle ein, die einen schweren Verkehrsunfall auf der Kalkarer Straße (Bundesstraße 57) meldeten.
Aufwendige technische Rettung mit hydraulischem Gerät bei Unfall auf der B57
Im Bereich einer langgezogenen Kurve zwischen der Bienenstraße und Schloss Moyland war es aus bislang ungeklärter Ursache zu einem massiven Frontalzusammenstoß zwischen einem BMW 1er und einem Linienbus gekommen. Das Trümmerfeld und die schweren Beschädigungen an beiden Fahrzeugen zeigten den Einsatzkräften sofort die Wucht des Aufpralls.
Der 23-jährige Fahrer des BMW wurde durch die Kollision schwer verletzt und in seinem völlig zertrümmerten Fahrzeug eingeklemmt. Während der Rettungsdienst den jungen Mann noch im Wrack medizinisch erstversorgte und stabilisierte, leitete die Feuerwehr umgehend eine aufwendige technische Rettung ein. Mit schwerem hydraulischem Rettungsgerät schnitten die Wehrleute den Mann in einer rund 30-minütigen Aktion patientenschonend frei.
Der Fahrer des Linienbusses hatte glücklicherweise mehrfach Schutzengel: Zum einen befanden sich zum Unfallzeitpunkt keine Fahrgäste im Bus, zum anderen kam er selbst mit leichteren Verletzungen davon. Er konnte das große Fahrzeug eigenständig verlassen, wurde vor Ort vom Rettungsdienst betreut und anschließend für weitere Untersuchungen in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.
Rettungshubschrauber fliegt Schwerverletzten in Spezialklinik
Parallel zu den Befreiungsmaßnahmen sicherten die Einsatzkräfte die Unfallstelle weiträumig ab, stellten den Brandschutz an den Wracks sicher und streuten auslaufende Betriebsstoffe ab, um Umweltschäden zu verhindern.
Nachdem der eingeklemmte Autofahrer erfolgreich befreit war, wurde er im Rettungswagen intensivmedizinisch für den Transport vorbereitet. Gegen 07:05 Uhr landete ein angeforderter Rettungshubschrauber aus Dortmund direkt an der Einsatzstelle auf der Bundesstraße. Der 23-Jährige wurde kurz darauf in eine Spezialklinik geflogen.
Unter der Leitung von Brandoberinspektor Christoph van Beeck waren insgesamt rund 35 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Bedburg-Hau sowie des Rettungsdienstes des Kreises Kleve vor Ort. Für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten blieb die B57 voll gesperrt. Der Einsatz der Feuerwehr konnte gegen 08:00 Uhr erfolgreich beendet werden.







