StartKreis Groß-GerauDrei Leichen im Rhein bei Gernsheim gefunden

Drei Leichen im Rhein bei Gernsheim gefunden

Alle drei Personen waren zuvor in Rhein schwimmen gegangen

Ein großangelegter Sucheinsatz am Rhein hat ein trauriges Ende genommen. Nachdem am Samstagabend (20.06.2026) drei Männer im Alter von 23, 27 und 50 Jahren von Angehörigen und Bekannten als vermisst gemeldet worden waren, konnten Einsatzkräfte am Montagvormittag (22.06.2026) drei Leichen aus dem Fluss bei Gernsheim bergen. Die Ermittlungen ergaben inzwischen, dass es sich um die zuvor als vermisst gemeldeten Personen handelt.

Das Kommissariat 10 der Rüsselsheimer und Heppenheimer Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen zur Klärung der genauen Todesumstände übernommen. Nach bisherigen Erkenntnissen der Beamten liegen aktuell keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vor.

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Zwei getrennte Notrufe am Samstagabend

Das Unglück nahm am frühen Samstagabend seinen Lauf. Um 18:19 Uhr meldeten Familienangehörige einen 50-jährigen Mann aus dem Kreis Bergstraße als vermisst. Nach derzeitigem Erkenntnisstand hatte sich der Mann gegen 15:45 Uhr in Höhe der Nato-Straße bei Biblis zum Schwimmen in den Rhein begeben. Da er gewöhnlich nach etwa einer Stunde zu Fuß an die Einstiegsstelle zurückkehrt, diesmal jedoch ausblieb, schlugen die Angehörigen Alarm. Sofort eingeleitete Suchmaßnahmen mit einem Boot der Wasserschutzpolizeistation Gernsheim und dem Polizeihubschrauber aus Egelsbach blieben zunächst erfolglos.

Noch während diese Suche lief, kam es um 20:15 Uhr zu einem weiteren dramatischen Vorfall im selben Bereich. Passanten machten die Besatzung des Polizeibootes vom Ufer aus darauf aufmerksam, dass zwei weitere junge Männer im Alter von 23 und 27 Jahren in Höhe der dortigen Nato-Rampe im Rhein untergegangen seien. Bei den beiden Männern soll es sich laut Zeugenberichten um Nichtschwimmer gehandelt haben.

Großeinsatz der Rettungskräfte und Seelsorge vor Ort

Nach dem zweiten Vorfall wurden die Suchmaßnahmen nochmals massiv intensiviert. Neben dem Polizeihubschrauber waren zahlreiche regionale Feuerwehren, Rettungsdienste sowie Einsatzkräfte der DLRG unter Hochdruck im Einsatz. Trotz des schnellen und großflächigen Aufgebots verlief die Suche am Wochenende ohne Erfolg.

Augenzeugen, die das Geschehen am Ufer miterleben mussten, wurden noch vor Ort von Kräften der Notfallseelsorge betreut. Die Kriminalpolizei prüft nun die genauen Abläufe der Vorfälle in Südhessen.

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