StartIngelheimNach Angriff bei Heidesheim: Opfer meldet sich bei BYC-News

Nach Angriff bei Heidesheim: Opfer meldet sich bei BYC-News

61-Jähriger schildert unvermittelten Angriff statt Streitigkeit

BYC-News Exklusiv: Nach dem Polizeieinsatz im Feld zwischen Wackernheim und Heidesheim am Montagnachmittag (25. Mai 2026) gibt es neue Erkenntnisse zum Hergang des Angriffs. Nachdem die ersten Meldungen der Polizei von einer wechselseitigen Streitigkeit sprachen, hat sich nun der 61-jährige Geschädigte direkt an die BYC-News-Redaktion gewandt, um die Geschehnisse aus seiner Sicht richtigzustellen.

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Unvermittelter Angriff von hinten bei einer Fahrradtour in Heidesheim

Aus einer vermeintlich harmlosen Alltagssituation entwickelte sich für den 61-Jährigen nach eigenen Angaben innerhalb weniger Sekunden ein absoluter Albtraum. Wie der Mann gegenüber BYC-News schildert, sei er am Montagnachmittag mit seinem Fahrrad auf einer Tour rund um Heidesheim unterwegs gewesen, als er am alten Wasserwerk vorbeikam. Das Gebäude habe sein Interesse geweckt, weshalb er angehalten habe, um einige Fotos davon aufzunehmen. Zu diesem Zeitpunkt habe es keinerlei Anzeichen für eine bevorstehende Eskalation gegeben. Der 61-Jährige betont, dass er weder mit jemandem gesprochen noch eine Auseinandersetzung gesucht habe. Vielmehr habe er die ruhige Umgebung genossen und lediglich einen kurzen Moment für die Aufnahme des historischen Gebäudes nutzen wollen.

Doch plötzlich habe sich die Situation schlagartig verändert. Völlig unvermittelt habe er hinter sich lautes Geschrei wahrgenommen. Kurz darauf sei ein 57-jähriger Mann, der mit einem Golden Retriever unterwegs gewesen sein soll, aggressiv auf ihn zugestürmt. Nach Angaben des 61-Jährigen habe der Mann sofort begonnen, ihn lautstark anzuschreien und nur Augenblicke später körperlich anzugehen. Demnach habe der Angreifer ihn gepackt und mit Wucht zu Boden gestoßen. Für den Radfahrer sei der Angriff vollkommen überraschend gekommen. Er habe nach eigenen Angaben zunächst überhaupt nicht verstanden, weshalb der Mann derart aggressiv reagierte.

Erst nach heftiger Drohung setzte sich der Angegriffene zur Wehr

Auf dem Boden liegend habe er zunächst versucht, besonnen zu reagieren. Er habe sich bewusst passiv verhalten, um die Situation nicht noch weiter zu verschärfen oder den Mann zusätzlich anzustacheln. Der Angreifer habe extrem verwirrt sowie hochgradig aggressiv gewirkt und ununterbrochen wirre Drohungen und Beleidigungen geschrien, berichtet der 61-Jährige gegenüber BYC-News.

Die Situation sei dann weiter eskaliert, bis der Angreifer dem am Boden liegenden Mann schließlich gedroht habe: „Hier kommst du nicht mehr raus!“. Erst in diesem Moment habe sich der 61-Jährige aktiv zur Wehr gesetzt. Es sei ihm gelungen, den kräftigen Kontrahenten auf den Boden zu drücken und sich auf ihn zu setzen, um ihn zu fixieren.

Sein Smartphone hatte er nach eigenen Angaben durch das vorherige Fotografieren glücklicherweise noch direkt griffbereit. So sei es dem Opfer gelungen den Polizeinotruf zu wählen. Nach Angaben des Mannes trafen die ersten Streifenwagen rund 10 Minuten später ein und übernahmen den aggressiven 57-Jährigen.

Der 61-Jährige betont abschließend, dass er zu keinem Zeitpunkt eine Auseinandersetzung gesucht oder provoziert habe. Es habe sich demnach nicht um ein „Aneinandergeraten“ gehandelt.

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