StartBingenGlasfaserausbau in Gaulsheim und Dietersheim: 40-Prozent-Quote entscheidet

Glasfaserausbau in Gaulsheim und Dietersheim: 40-Prozent-Quote entscheidet

Das Unternehmen Westconnect plant ein modernes Netz in den Binger Stadtteilen, benötigt dafür jedoch eine Mindestbeteiligung der Anwohner.

Die Versorgung mit schnellem Internet rückt in zwei Binger Stadtteilen in greifbare Nähe. Das Telekommunikationsunternehmen Westconnect plant derzeit, ein modernes Netz aufzubauen und den Glasfaserausbau in Gaulsheim und Dietersheim voranzutreiben. Ob die Bagger jedoch tatsächlich rollen werden, hängt maßgeblich von der Beteiligung der Anwohnerschaft ab. Bürgermeister Ulrich Mönch ruft die Bevölkerung dazu auf, sich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen, da eine flächendeckende Realisierung an bestimmte Voraussetzungen geknüpft ist.

Beratungsangebote für Anwohner vor Ort

Um offene Fragen zu klären, werden im Vorfeld der Entscheidung offizielle Informationsveranstaltungen angeboten. Am Montag, den 8. Juni 2026, können sich Interessierte in der Rheinauenhalle Bingen-Gaulsheim (Mainzer Str. 439) beraten lassen. Ein weiterer Termin findet am Dienstag, den 9. Juni 2026, in der Alten Schule Bingen-Dietersheim (Nahestr. 29) statt. An beiden Tagen stehen Fachleute von 15:00 bis 18:00 Uhr für umfassende und unverbindliche Gespräche bereit.

Darüber hinaus besteht noch bis zum 31. Juli 2026 die Möglichkeit, unter der kostenfreien Rufnummer 0800/3309955 individuelle Beratungstermine zu vereinbaren, um Details für den eigenen Hausanschluss zu besprechen.

Die Ausbauquote entscheidet über die Realisierung

Dass der Glasfaserausbau in Gaulsheim und Dietersheim wirtschaftlich umgesetzt werden kann, setzt eine erfolgreiche Vorvermarktung voraus. Das Unternehmen Westconnect hat hierfür eine klare Zielvorgabe formuliert: Nur wenn sich mindestens 40 Prozent der Haushalte für einen Anschluss entscheiden, wird das Projekt realisiert. Bürgermeister Ulrich Mönch weist in diesem Zusammenhang auf die finanziellen Aspekte hin: „Ein späterer Anschluss ist in der Regel mit deutlich höheren Kosten verbunden als im Rahmen der aktuellen Ausbauphase.“

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Ein zentraler Standortfaktor für die Zukunft

Die Stadtverwaltung unterstreicht die Wichtigkeit des Vorhabens für die Kommune. „Die digitale Infrastruktur ist ein zentraler Standortfaktor – für Lebensqualität, Arbeiten von zu Hause und die Zukunftsfähigkeit unserer Stadtteile“, fügt Mönch hinzu. Ein direkter Glasfaseranschluss biete langfristig die stabilste und leistungsfähigste Internetverbindung.

Gleichzeitig stellt die Verwaltung klar, dass die Stadt Bingen bei diesem Projekt weder als Anbieter noch als direkter Vertragspartner auftritt und auch keine eigenen wirtschaftlichen Vorteile aus möglichen Vertragsabschlüssen zieht. Der Glasfaserausbau in Gaulsheim und Dietersheim erfolgt rein eigenwirtschaftlich durch das Telekommunikationsunternehmen. Dennoch sei die Stadt auf derartige private Investitionen angewiesen, um die digitale Entwicklung vor Ort aktiv voranzubringen. Den Bürgerinnen und Bürgern wird daher empfohlen, ihre individuelle Situation sorgfältig zu prüfen, da eine breite Beteiligung die Grundvoraussetzung für die infrastrukturelle Aufwertung der Stadtteile darstellt.

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