Schlechte Nachrichten für alle Autofahrer und Pendler in der Region: Die bestehende Vollsperrung der A671 zwischen den Anschlussstellen Hochheim-Süd und Gustavsburg wird deutlich länger andauern als ursprünglich geplant. Wie die Autobahn GmbH des Bundes (Niederlassung West) mitteilt, wurden bei den laufenden Instandsetzungsarbeiten an der Mainbrücke Hochheim unvorhergesehene, gravierende Schäden an der Substanz entdeckt.
Im Zuge der Arbeiten zum Austausch der Fahrbahnübergänge wurden in den angrenzenden Bereichen Schäden an der Brücke über den Main festgestellt. Es handelt sich um Rostschäden am sogenannten Deckblech, der Stahltafel, auf der die Fahrbahn aufliegt. Ursächlich ist über die Jahre in Kleinstmengen eingedrungenes Oberflächenwasser, welches mit der Zeit zu oberflächigem Rostanfall geführt hat. Vorab waren diese Schäden nicht erkennbar.
Komplette Brückenfläche der A671 bei Hochheim muss saniert werden
Das Ausmaß der Misere kam erst nach genauerer Betrachtung ans Licht und der Umfang der Schäden wurde untersucht. Dabei wurde in bestimmten Bereichen die Asphalt- und Schutzschicht abgetragen, um die tragende Konstruktion beurteilen zu können. Dabei hat sich gezeigt, dass die gesamte Brückenfläche saniert werden muss.
Diese Arbeiten sind in vollem Gange und erfordern einen erheblichen Mehraufwand. Sie beinhalten unter anderem Arbeitsschritte wie das Entfernen der Schutzschicht, den Austausch des schadhaften Fahrbahnblechs, die Versiegelung des instandgesetzten Bereichs, das Aufbringen von Gussasphalt als oberste Deckschicht und Arbeiten an der Straßenausstattung wie Markierungen oder Schutzeinrichtungen. Aktuell läuft die Instandsetzung der Schadstellen, was zu einer Verzögerung der ursprünglich angesetzten Bauzeit führt. Der Abschluss der Arbeiten ist zwingende Voraussetzung für die Öffnung der Brücke für den Verkehr.
Verkehrsfreigabe erst im Juli – Hoffnung auf einspurige Lösung
Ein konkretes Ende der Geduldsprobe ist erst für den Hochsommer in Sicht. Die Autobahn GmbH des Bundes geht nach derzeitigem Stand von einer Verkehrsfreigabe im Juli aus. Es gibt jedoch einen kleinen Hoffnungsschimmer für geplagte Autofahrer: Parallel werden Baukonzepte geprüft, die eine frühere Öffnung der Mainbrücke Hochheim bzw. eine Verkehrsführung mit einem Fahrstreifen pro Fahrtrichtung ermöglichen. Sobald ein genaues Ende der Sperrung oder eine Anpassung der Verkehrsführung absehbar ist, soll erneut informiert werden.
Gute Nachrichten gibt es immerhin für Fußgänger und Fahrradfahrer: Der bestehende Gehweg der Brücke (neben der Fahrbahn) kann weiterhin genutzt werden. Aus Sicherheitsgründen kann es hierbei jedoch zu kurzzeitigen Sperrungen kommen.
Die großräumigen Umleitungsempfehlungen im Überblick
Da die Vollsperrung bestehen bleibt, gelten die bisherigen Umleitungsstrecken unverändert weiter. Die Autobahn GmbH empfiehlt, den Bereich weiträumig zu umfahren:
In Fahrtrichtung Darmstadt:
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Ab dem Schiersteiner Kreuz: via A643 Mainz, A60 und A67
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Ab dem Wiesbadener Kreuz: via A3 Würzburg und A67
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Ab der Anschlussstelle Wiesbaden-Erbenheim: via A66 Frankfurt
In Fahrtrichtung Wiesbaden:
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Ab dem Rüsselsheimer Dreieck: via A3 Köln
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Ab dem Mainspitz-Dreieck: via A60 und A643 bzw. via A60, A67 und A3 Köln
Die Autobahn GmbH bittet um Verständnis für die aufgrund der notwendigen Arbeiten unvermeidbaren Verkehrsbeeinträchtigungen. Den Verkehrsteilnehmenden wird dringend empfohlen, auf die aktuellen Meldungen im Rundfunk zu achten, etwaige Störungen bei der Routenplanung zu berücksichtigen und generell mehr Fahrzeit für die jeweiligen Strecken einzuplanen.






