Am Montagmittag, den 11.05.2026, kam es in der Gemeinde Trebur, im Ortsteil Astheim, zu einem vollendeten Trickdiebstahl. Gegen 12:45 Uhr suchten zwei bislang unbekannte Kriminelle die Wohnanschrift einer lebensälteren Frau auf. Die Täter gaben sich fälschlicherweise als Mitarbeiter des Wasserwerks Gerauer Land aus und spiegelten dringende Arbeiten an der Wasserversorgung vor. Unter diesem Vorwand gelang es ihnen, das Vertrauen der Bewohnerin zu gewinnen, die sie daraufhin in ihr Haus einließ.
Ablenkungsmanöver führt zum Verlust von Wertsachen in Trebur
Im Inneren des Gebäudes wandten die Unbekannten eine klassische Ablenkungstaktik an. Während ein Täter die Frau in ein Gespräch verwickelte oder sie zur Mitarbeit in einem Raum aufforderte, suchte sein Komplize unbemerkt nach Wertsachen. Den Tätern gelang es, eine Armbanduhr sowie diversen Schmuck zu entwenden, bevor sie unerkannt vom Tatort in Trebur flüchteten. Das zuständige Kommissariat 23 der Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft derzeit Zusammenhänge mit ähnlichen Delikten in der Region.
Präventionshinweise der Polizei Südhessen
Angesichts dieses aktuellen Vorfalls in Trebur mahnt die Polizei zur erhöhten Wachsamkeit gegenüber vermeintlichen Handwerkern oder Dienstleistern. Um sich vor der Masche der „falschen Wasserwerker“ zu schützen, werden folgende Verhaltensregeln empfohlen:
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Fremde abweisen: Lassen Sie grundsätzlich keine Personen in Ihre Wohnung, die Sie nicht selbst bestellt haben oder deren Besuch nicht offiziell angekündigt wurde.
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Rücksprache halten: Bitten Sie unbekannte Besucher, vor der Tür zu warten, während Sie sich mit Angehörigen oder Nachbarn beraten.
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Dienstausweis prüfen: Verlangen Sie stets einen Dienstausweis und prüfen Sie diesen sorgfältig. Rufen Sie im Zweifel selbst beim entsprechenden Unternehmen an.
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Notruf wählen: Zögern Sie nicht, bei Verdachtsmomenten sofort die Polizei zu verständigen. Beamte können vor Ort schnell klären, ob es sich um rechtmäßige Arbeiter oder Kriminelle handelt.
Schutz von vulnerablen Gruppen
Die Polizei weist darauf hin, dass insbesondere ältere Mitbürger im Visier dieser Tätergruppen stehen. Angehörige werden gebeten, das Thema regelmäßig anzusprechen und Verwandte in Trebur und Umgebung über die Gefahren an der Haustür aufzuklären. Ein gesundes Misstrauen gegenüber Fremden ist in solchen Situationen kein Zeichen von Unhöflichkeit, sondern eine notwendige Schutzmaßnahme zur Sicherung des Eigentums und der persönlichen Integrität.





