StartKreis Groß-GerauNeues Quartier für Gartenschläfer in Riedstadt

Neues Quartier für Gartenschläfer in Riedstadt

Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband

Auf der Hochzeitswiese in Riedstadt-Wolfskehlen herrschte zuletzt ungewöhnlicher Trubel: Ein Radlader bewegte Erdmassen und Nistkästen wurden „verkehrt herum“ aufgehängt. Der Grund für den Einsatz ist so klein wie schützenswert: Der Gartenschläfer in Riedstadt bekommt neue Luxus-Quartiere.

5.000 Euro für die „Zorro-Masken“

Obwohl der Bestand des Gartenschläfers – erkennbar an seiner markanten schwarzen Augenmaske – besorgniserregend zurückgeht, ist er in Riedstadt noch heimisch. Um diesen Bestand zu sichern, sicherte sich die Fachgruppe Umwelt der Stadt einen Gewinn von 5.000 Euro bei der Umweltlotterie „Genau“.

In Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband Kreis Groß-Gerau (LPV) wurden diese Mittel nun in handfeste Schutzmaßnahmen investiert:

  • Gartenschläfer-Burgen: Vier große Steinhaufen wurden angelegt und teilweise mit Erde bedeckt. Diese dienen den nachtaktiven Tieren als sicheres Tagesversteck und frostfreies Quartier für den sechsmonatigen Winterschlaf.

  • Spezial-Nistkästen: Die neuen Kästen haben das Schlupfloch auf der Baumseite. So können die Bilche direkt vom Stamm hineinhuschen, ohne dass Vögel ihnen den Platz streitig machen.

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Ein Schlemmerparadies für Gartenschläfer in Riedstadt auf der Streuobstwiese

Sandra Wolf vom LPV und Holger Schanz (Stadt Riedstadt) erläuterten, warum der Standort Wolfskehlen ideal ist. Die Mischung aus Streuobst, Gebüschen und Waldrand bietet dem Allesfresser einen reich gedeckten Tisch aus Insekten und Würmern.

Neben Wolfskehlen profitieren auch die Hochzeitswiese in Goddelau und der Gänsklauer Leeheim von den neuen Steinhaufen. Das Ziel ist klar: Der Gartenschläfer soll sich in Riedstadt so wohlfühlen, dass sein Bestand wieder wächst.

Den Gartenschläfer im Fernsehen erleben

Da die Tiere extrem scheu und nachtaktiv sind, bekommt man sie fast nie zu Gesicht. Wer mehr über das Projekt erfahren will, kann sich den Beitrag in der ARD-Mediathek (Sendung „Alle Wetter“ vom 24. April) ansehen. Dort wird gezeigt, wie Riedstadt zum Vorreiter im Bilch-Schutz wurde.

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