StartMainzProtestaktion von Fridays for Future in Mainz

Protestaktion von Fridays for Future in Mainz

Daniel Baldy wurde zu der Protestaktion eingeladen

Die Klimaaktivisten von Fridays for Future (FFF) verschärfen den Druck auf die Regierungspartei SPD. Am Freitag, den 24. April 2026, planen die Aktivisten um 16:00 Uhr eine Protestaktion vor der SPD-Parteizentrale am Romano-Guardini-Platz in Mainz. Ein riesiges Banner in Form einer Energierechnung soll unter dem Motto „Das kostet Deutschland die fossile Abhängigkeit“ auf die finanziellen Folgen der aktuellen Politik aufmerksam machen.

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Kritik von Fridays for Future am Kurs der Bundesregierung

Die Sprecherin von Fridays for Future, Merle Remmers, findet deutliche Worte zur aktuellen Lage. Zwar sei die Energiewende mit 62 Prozent Erneuerbaren auf einem guten Weg, doch die aktuellen globalen Konflikte – wie die Sperrung der Straße von Hormus infolge des Angriffs auf den Iran – zeigten die Verwundbarkeit durch Gas- und Benzinpreise.

FFF kritisiert insbesondere den Einfluss der Union innerhalb der Regierung und fordert von der SPD mehr Eigenständigkeit: „Verantwortung zu übernehmen, der Union Stirn zu bieten und eigene Themen zu setzen, ist nicht zu viel verlangt“, so Remmers.

Mieterschutz und die „Heizkostenfalle“

Ein zentraler Aspekt der Mainzer Aktion ist die Situation auf dem Wohnungsmarkt. In Mainz wohnen rund 70 Prozent der Menschen zur Miete. Sprecherin Isabell Page warnt vor den Plänen, Klimastandards im Gebäudebereich abzuschwächen: „Wenn die 65-Prozent-Vorgabe für erneuerbare Heizungen fällt, können Vermieter weiterhin auf Gas- und Ölheizungen setzen – und die Risiken auf uns Mieter abwälzen. Das ist eine Heizkostenfalle für Millionen.“

Offener Brief an Daniel Baldy (SPD)

Im Rahmen der Aktion soll ein offener Brief an den SPD-Bundestagsabgeordneten Daniel Baldy übergeben werden. Fridays for Future fordert ihn auf, sich innerhalb seiner Partei klar zu positionieren:

  • Gegen die Abschwächung des Gebäudemodernisierungsgesetzes.

  • Für einen wirksamen Schutz von Mieterinnen und Mietern.

  • Stopp eines „fossilen Kurses“ innerhalb der Bundesregierung.

Die Aktion wird von einem breiten Bündnis unterstützt, darunter Mainz Zero, Parents for Future, das Kolibri Kollektiv, Anuk e.V. und die Workers for Future.

Bundesweiter Protesttag

Die Mainzer Aktion ist Teil eines bundesweiten Protesttages. Nachdem bereits 80.000 Menschen in Metropolen wie Berlin und Hamburg auf die Straße gingen, soll der Protest am 24. April in fast jeden Wahlkreis Deutschlands getragen werden, um für einen beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien und soziale Gerechtigkeit im Klimaschutz zu demonstrieren.

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