Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) stellt die Weichen für die Zukunft. Auf dem aktuellen Bundeskongress wählten die 396 Delegierten Heiko Teggatz mit einer überwältigenden Mehrheit von 96,5 Prozent zum neuen Bundesvorsitzenden. Teggatz tritt damit die Nachfolge von Rainer Wendt an, der die Gewerkschaft rund 19 Jahre lang angeführt hatte und nicht erneut zur Wahl angetreten war.
An der Seite von Teggatz wurde Ralf Kusterer aus Baden-Württemberg zum 1. Stellvertreter gewählt. Das Team der stellvertretenden Bundesvorsitzenden wird durch Markus Sehn, Thomas Jungfer, Thorsten Grimm und Olaf Sendel komplettiert.
Antrittsrede von Heiko Teggatz: Fokus auf Gewalt gegen Einsatzkräfte
Unmittelbar nach seiner Wahl dankte Teggatz für das Vertrauen und kündigte an, sich mit voller Entschlossenheit für die Belange der Polizeibeschäftigten einzusetzen. Ein zentrales Thema seiner Rede war die besorgniserregende Zunahme von Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und -beamte.
Heiko Teggatz fand hierzu deutliche Worte: „Menschen, die tagtäglich für unsere Sicherheit sorgen, geraten zunehmend selbst ins Visier von Gewalt. Die Lage für Einsatzkräfte ist hoch angespannt, vielerorts sehen sie sich brutalen und teils lebensgefährlichen Angriffen ausgesetzt.“
Besonders im Umfeld von Demonstrationen nehme die Brutalität zu. Heiko Teggatz betonte, dass Angriffe auf den Rechtsstaat konsequent strafrechtlich verfolgt werden müssten und es hier „kein Zögern“ geben dürfe.
Kriminalstatistik und Forderung nach Entlastung
Auch zur frisch veröffentlichten Polizeilichen Kriminalstatistik 2025 bezog der neue Vorsitzende Stellung. Er äußerte sich besorgt über die hohe Anzahl nicht-deutscher Tatverdächtiger und forderte in diesem Zusammenhang konsequente Abschiebungen von Intensivtätern.
Neben sicherheitspolitischen Themen rückte Heiko Teggatz auch die wirtschaftliche Situation der Beamten in den Fokus. Er erneuerte die Forderung der DPolG nach einer 1.000-Euro-Entlastungsprämie für die Beschäftigten des Bundes. Es sei weder gerecht noch nachvollziehbar, dass diejenigen leer ausgingen, die tagtäglich für die Sicherheit des Staates arbeiteten, während andere Gruppen finanzielle Entlastungen erhielten.
Mit der neuen Bundesleitung sieht sich die DPolG für die kommenden Jahre gerüstet, um als starke Stimme für die innere Sicherheit und die Interessen der Polizei aufzutreten.





