Das Blatt hat sich gewendet: Was tagelang als aussichtslose „Palliativbegleitung“ galt, wird nun zu einer beispiellosen Rettungsaktion. In einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz verkündete Umweltminister Till Backhaus (SPD) heute um 15:00 Uhr die Sensation: Der gestrandete Buckelwal Timmy wird „in Obhut genommen“ und soll gerettet werden.
Unternehmer-Duo springt ein: Walter Gunz übernimmt Verantwortung
Hinter der Rettungsinitiative stehen keine Geringeren als der Media-Markt-Gründer Walter Gunz und die Unternehmerin Karin Walter-Mommert. Das Umweltministerium hat die Verantwortung für das Tier offiziell an das Duo und deren Unternehmen übertragen.
„Über die neue Situation bin ich sehr glücklich“, erklärte Backhaus sichtlich erleichtert. Ein detailliertes Konzept wurde in den letzten Stunden technisch, juristisch und meeresbiologisch geprüft – mit positivem Ergebnis.
Das Rettungskonzept: Mit Luftkissen in die Freiheit
Entgegen bisheriger Expertenmeinungen, die eine Bergung für unmöglich hielten, sieht das neue Konzept eine hochmoderne, schonende Methode vor:
-
Freispülen: Zunächst wird der vordere Teil von Wal Timmy vorsichtig freigespült.
-
Luftkissen-Technik: Spezielle Luftkissen sollen zum Einsatz kommen, um den Koloss sanft anzuheben.
-
Ponton-Transport: Auf einer Spezialplane zwischen zwei Pontons gelagert, soll Timmy in tiefes Wasser gebracht werden.
Das Ziel der Reise ist klar definiert: Timmy soll über die Nordsee zurück in den Atlantik geführt werden. „Diesem Tier kann geholfen werden“, so die neue Marschrichtung des Ministers.
„Zügiger Start“: Erste Maßnahmen bereits heute
Erste Maßnahmen sollen bereits heute getroffen werden. Bereits im Morgengrauen des Donnerstags starten gegen 6:00 Uhr dann die technischen Vorbereitungen vor Ort. In der ersten Phase wird der vordere Bereich unter dem tonnenschweren Körper des Wals vorsichtig freigespült. Diese Maßnahme ist notwendig, um den nötigen Freiraum zu schaffen, damit im nächsten Schritt spezialisierte Luftkissen unter das Tier befördert werden können. Diese Kissen dienen dazu, den geschwächten Wal Timmy schonend aus dem Sandbett zu heben. Am Freitag soll dann der eigentliche Transport beginnen und Timmy soll die Ostsee erreichen.
Obwohl der Wal nach wie vor als schwerkrank gilt, wird die Chance auf Überleben durch diesen „minimalinvasiven“ Plan nun als realistisch eingestuft. „Wir wissen nicht, wie es enden wird – aber wir sind guter Hoffnung. Er wird seine Freiheit finden – im Himmel oder auf hoher See“, erklärte Walter-Mommert.
„Die vorbereiteten Rettungsmaßnahmen werden nun umgehend eingeleitet“, teilten Karin Walter-Mommert und Walter Gunz soeben mit. Gunz erklärte: „Ich stehe nicht im Vordergrund. Es ist eine Gemeinschaftslösung. Ich bin dankbar, dass ich Menschen kennenlernen durfte, die mit Sinn, Herz und großem Engagement daran arbeiten, diesem Wal eine Chance zu geben. Geld kann kein Leben retten – nur Menschen können das.“




