BYC-NewsÜberregionalWal Timmy wird immer schwächer und leidet

Wal Timmy wird immer schwächer und leidet

Schwache Flankenbewegungen und veränderte Atmung

Das Schicksal von Wal Timmy, der seit Ende März in der flachen Wismarbucht vor der Insel Poel feststeckt, steuert auf ein trauriges Ende zu. Während das mecklenburg-vorpommersche Umweltministerium auf das nahende Ableben des Tieres vorbereitet, wächst der Unmut in der Bevölkerung über das Krisenmanagement.

Medizinische Beobachtung: Buckelwal am Ende seiner Kräfte

In der Nacht auf Sonntag registrierten Experten zwar noch minimale Aktivitäten im Bereich der Fluke (Schwanzflosse), doch das Ministerium dämpfte umgehend jegliche Hoffnung auf eine Genesung. Diese Bewegungen seien laut Sprecherin kein Zeichen für eine Besserung, sondern kämen auch bei extrem geschwächten Tieren vor.

Besonders besorgniserregend sei die Veränderung der Atmung:

  • Die Atembewegungen sind deutlich schwächer geworden.

  • Auffällig sind kurze, flache Atemzüge, die einem längeren Atemstoß vorausgehen – laut Experten ein mögliches Indiz für das nahende Ende.

-Werbeanzeige-

Gesänge ohne Echo: Letzte Versuche zur Rettung von Wal Timmy gescheitert

Bereits am 1. April wurden offizielle Rettungsmaßnahmen eingestellt, um dem Tier weiteres Leid zu ersparen. Ein letzter, emotionaler Mobilisierungsversuch am Samstag, bei dem dem Wal Aufnahmen eigener Artgenossen vorgespielt wurden, blieb ohne Reaktion. Timmy reagierte nicht mehr auf die vertrauten Gesänge.

„Ministerium für Tierqual“: Demonstrationen auf Poel

Während das Tier leidet, kocht die Stimmung vor Ort hoch. Am Sonntagmittag versammelten sich rund 80 Menschen auf der Insel Poel, um für die Rettung des Wals zu demonstrieren. Die Wut der Teilnehmer richtete sich dabei massiv gegen Umweltminister Till Backhaus und die zuständigen Behörden.

Auf Plakaten war von „Tierqual“ die Rede. Backhaus selbst hatte bereits am Freitag die „aufgeheizte Stimmung“ und massive Anfeindungen gegen Wissenschaftler und Helfer beklagt. Er betonte, dass man den Wal in Frieden gehen lassen wolle, statt ihn durch aussichtslose Bergungsversuche weiterem Stress auszusetzen.

-Werbeanzeige-