BYC-NewsKreis Groß-GerauRiedstadt intensiviert den Kampf gegen die Asiatische Tigermücke

Riedstadt intensiviert den Kampf gegen die Asiatische Tigermücke

Was im Jahr 2024 mit ersten Funden im Stadtteil Crumstadt begann, hat sich zu einer dauerhaften Herausforderung für die Stadt entwickelt: Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) hat sich in Riedstadt angesiedelt. Aufgrund ihrer Aggressivität und des Potenzials, gefährliche Krankheitserreger zu übertragen, rufen die Stadtverwaltung und die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) zur konsequenten Mithilfe der Bürger auf.

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Warum die Asiatische Tigermücke so gefährlich ist

Ursprünglich aus Südostasien stammend, findet die Mücke durch den Klimawandel auch in der Oberrheinebene ideale Lebensbedingungen. Im Gegensatz zu heimischen Mücken ist sie tagaktiv und extrem hartnäckig bei der Verfolgung von Menschen.

Das Hauptproblem ist jedoch das Gesundheitsrisiko: Die Asiatische Tigermücke kann Viren wie Dengue, Zika, Chikungunya und das Westnil-Virus übertragen. Zwar sind diese Viren hierzulande noch nicht heimisch, werden aber regelmäßig durch Reiserückkehrer eingeschleppt. Bei langanhaltender Wärme besteht das Risiko einer Übertragung von Mensch zu Mensch durch die Mücke.

Erkennungsmerkmale: So identifizieren Sie den Eindringling

Die Asiatische Tigermücke ist vergleichsweise klein (passt auf den Globus einer 1-Cent-Münze) und weist drei markante Merkmale auf:

  • Ein weißer Streifen, der mittig über Kopf und Rücken verläuft.

  • Eine weiße Spitze an den Tastern (neben dem Rüssel).

  • Das hinterste Beinpaar endet mit einer weißen Spitze.

Verdachtsfall? So melden Sie richtig

Da Verwechslungsgefahr besteht, bittet die KABS um Beweise.

  • Vorgehensweise: Mücke vorsichtig fangen oder erschlagen, für 20 Minuten ins Gefrierfach legen.

  • Fotos: Bilder aus verschiedenen Perspektiven (vorne, oben, Beine) machen.

  • Meldeportal: Über www.kabsev.de/stichts einsenden.

  • Postweg: Alternativ das Exemplar in einem festen Behältnis an: KABS e. V., Tigermückenmeldung Riedstadt, Georg-Peter-Süß-Str. 3, 67346 Speyer senden.

Die wirksamsten Maßnahmen: Brutstätten eliminieren

Tigermücken sind „Haus- und Hofmücken“. Sie fliegen nur wenige hundert Meter weit. Wer gestochen wird, hat die Brutstätte meist auf dem eigenen oder dem Nachbargrundstück. Von Anfang April bis Anfang Oktober müssen folgende Orte kontrolliert werden:

Vermeiden & Entleeren: Regentonnen, Übertöpfe, Gießkannen, Tiertränken oder verstopfte Dachrinnen sind ideale Brutplätze. Wasserbehälter sollten wöchentlich geleert oder lückenlos (z.B. mit feinmaschigen Netzen) abgedichtet werden.

Eier vernichten: Die Weibchen kleben ihre Eier an Innenwände. Diese können mit heißem Wasser (mind. 60°C) abgetötet oder mit einer Bürste abgeschrubbt werden (Wasser danach auf die Erde gießen, nicht in den Gulli!).

Biologische Bekämpfung: Wo Wasser nicht entfernt werden kann (z.B. Hofgullys), helfen Bti-Tabletten. Dieser Eiweißstoff tötet gezielt Mückenlarven, ist aber für Menschen, Haustiere, Igel und Bienen völlig unbedenklich.

Wichtig: Bürgerinnen und Bürger können Bti-Tabletten kostenfrei über die Stadtverwaltung Riedstadt beziehen.

Beratung vor Ort

Betroffene Anwohner im direkten Umfeld von Fundstellen erhalten zudem gezielte Informationen per Post und werden durch Fachkräfte der KABS vor Ort beraten. Nur durch ein gemeinsames, konsequentes Vorgehen kann verhindert werden, dass sich die Asiatische Tigermücke in Riedstadt zur Plage entwickelt.

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