Ein ruhiger Osterabend fand für die Bewohner des Mühlacker Ortsteils Lomersheim ein jähes Ende. Gegen 22:15 Uhr am Sonntagabend, den 5. April 2026, ging der Notruf über einen massiven Brand in einer örtlichen Lagerhalle bei der Leitstelle ein. Als die ersten Einsatzkräfte nur wenige Minuten später am Unglücksort eintrafen, bot sich ihnen ein dramatisches Bild: Die Halle stand bereits vollständig in Flammen. Der Großbrand in Mühlacker-Lomersheim entwickelte innerhalb kürzester Zeit eine solche Intensität, dass die Wärmestrahlung zur unmittelbaren Gefahr für die umliegende Bebauung wurde.
Evakuierung und massives Aufgebot an Rettungskräften
Da ein Übergreifen des Feuers auf ein direkt benachbartes Wohngebäude nicht ausgeschlossen werden konnte, fällte die Einsatzleitung der Feuerwehr eine schnelle Entscheidung: Das Gebäude wurde umgehend geräumt. Die Bewohner mussten ihre Häuser mitten in der Nacht verlassen, während die Brandbekämpfer eine sogenannte Riegelstellung aufbauten, um die Wohnhäuser mit massivem Wassereinsatz vor den Flammen zu schützen. Unterstützt wurde die Feuerwehr Mühlacker dabei von zahlreichen Wehren aus den umliegenden Gemeinden, die mit zusätzlichem Gerät und Personal zum Großbrand in Mühlacker-Lomersheim eilten.
Giftiger Rauch und Geruchsbelästigung bis Ludwigsburg
In der betroffenen Halle lagerten verschiedene Firmen diverse Materialien, darunter auch größere Mengen an Elektroschrott. Die Verbrennung dieser Stoffe führte zu einer extrem starken und weithin sichtbaren Rauchentwicklung. Die dunkle Qualmwolke zog aufgrund der Wetterlage in Richtung Osten, was zu erheblichen Geruchsbeeinträchtigungen bis weit in die angrenzenden Gemeinden des Landkreises Ludwigsburg führte. Anwohner wurden über Warn-Apps dazu aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Erst nach Stunden intensiver Löscharbeiten gelang es den Einsatzkräften, den Großbrand in Mühlacker-Lomersheim unter Kontrolle zu bringen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Ermittlungen zur Brandursache laufen
Glücklicherweise wurden bei dem Einsatz nach aktuellem Stand keine Personen verletzt. Der Sachschaden ist hingegen immens: Erste Schätzungen der Polizei gehen davon aus, dass die Schadenshöhe im Millionenbereich liegen dürfte, da die Halle samt Inventar vollständig zerstört wurde. Zur genauen Brandursache liegen derzeit noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Spezialisten der Kriminaltechnik werden den Brandort untersuchen, sobald dieser vollständig ausgekühlt und sicher begehbar ist. Der Großbrand in Mühlacker-Lomersheim wird die Ermittler vermutlich noch über Tage beschäftigen.






