BYC-NewsBlaulicht Rheinland-PfalzMillionenschaden nach Unfall auf der B9 bei Boppard

Millionenschaden nach Unfall auf der B9 bei Boppard

Auto stürzt auf Bahngleise – 49-jähriger Fahrer verletzt und Regionalbahn entgeht knapp einer Kollision im Bereich Spay-Boppard

Ein folgenschwerer Verkehrsunfall hat am Samstagnachmittag, den 4. April 2026, den Verkehr auf Straße und Schiene im Mittelrheintal massiv beeinträchtigt. Gegen 14:25 Uhr meldeten mehrere Augenzeugen einen dramatischen Unfall auf der B9 bei Boppard. Ein 49-jähriger Autofahrer aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis war mit seinem PKW zwischen Spay und Boppard nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Im Bereich des Peternacher Tals durchbrach das Fahrzeug die Begrenzungen und geriet auf die tiefergelegene, linksrheinische Bahnstrecke.

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Regionalbahn stoppt rechtzeitig vor Wrack

Das Fahrzeug kam nach dem Sturz unmittelbar auf dem Gleiskörper in Fahrtrichtung Koblenz zum Liegen. Nur dem schnellen Handeln und der rechtzeitigen Warnung ist es zu verdanken, dass eine aus Boppard herannahende Regionalbahn noch vor der Unfallstelle zum Stehen gebracht werden konnte. Eine Kollision zwischen dem Zug und dem totalbeschädigten PKW blieb somit aus. Der allein im Fahrzeug befindliche Fahrer erlitt beim Aufprall auf die Bahneinrichtungen Verletzungen und wurde nach der Erstversorgung durch den Notarzt in ein regionales Krankenhaus eingeliefert. Am Fahrzeug entstand Totalschaden.

Massive Schäden an der Bahnanlage

Die technischen Folgen beim Unfall auf der B9 bei Boppard sind immens. Erste Schätzungen der Experten vor Ort belaufen sich auf einen Sachschaden im siebenstelligen Bereich, da diverse Sicherheitseinrichtungen, Signalanlagen und möglicherweise auch der Oberbau der Strecke beschädigt wurden. Während die B9 bereits nach einer Stunde Vollsperrung wieder einspurig für den Verkehr freigegeben werden konnte, blieb die Bahnstrecke für die Bergungsarbeiten knapp drei Stunden komplett gesperrt. Die längerfristigen Auswirkungen auf den Fahrplan der Deutschen Bahn sind aktuell noch nicht abzusehen.

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Ermittlungen der Staatsanwaltschaft laufen

Zur Klärung der genauen Unfallursache hat die Staatsanwaltschaft Koblenz die Ermittlungen aufgenommen. Neben den Kräften der Polizei und der Feuerwehr Boppard waren die Bundespolizei, der Rettungsdienst sowie eine Notfallmanagerin der Deutschen Bahn im Großeinsatz. Die Bergung des Wracks aus dem Gleisbereich gestaltete sich aufgrund der örtlichen Gegebenheiten im Peternacher Tal als schwierig. Der Unfall auf der B9 bei Boppard zeigt erneut die Sensibilität dieser zentralen Verkehrsader im Rheintal auf.

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