BYC-NewsSportHeftige Szenen bei Dynamo Dresden gegen Hertha BSC

Heftige Szenen bei Dynamo Dresden gegen Hertha BSC

Chaos im Rudolf-Harbig-Stadion – Geklaute Fahne löst Platzsturm und gewalttätige Konfrontationen zwischen Fan-Lagern aus

Was als sportlicher Höhepunkt der 2. Bundesliga geplant war, endete am Samstagabend, den 4. April 2026, in einem sicherheitstechnischen Fiasko. Die Partie Dynamo Dresden gegen Hertha BSC wurde von schweren Ausschreitungen überschattet, die den Fußball zeitweise komplett in den Hintergrund drängten. Nach knapp 20 Spielminuten kam es auf dem Rasen des Rudolf-Harbig-Stadions zu Jagdszenen zwischen den beiden Fan-Lagern, woraufhin Schiedsrichter Sven Jablonski die Spieler in die Kabinen schickte und die Partie für rund 20 Minuten unterbrach.

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Provokation durch Fahnenklau

Der Auslöser für die heftigen Tumulte beim Spiel Dynamo Dresden gegen Hertha BSC war eine gezielte Provokation im Block der Dynamo-Ultras. Im K-Block hielten Dresdner Anhänger eine Hertha-Fahne hoch, die offenbar bereits vor dem Anpfiff entwendet worden war. Begleitet von hämischen Gesängen wurde die Trophäe präsentiert, was bei den mitgereisten Berliner Anhängern zu einer sofortigen Eskalation führte. Hertha-Chaoten sprangen daraufhin in den Innenraum und bewarfen benachbarte Dresdner Fan-Blöcke mit brennenden Pyro-Fackeln.

Jagdszenen und Polizeieinsatz auf dem Spielfeld

Die Situation geriet vollends außer Kontrolle, als auch Dynamo-Anhänger aus dem K-Block den Zaun überwanden und in Richtung des Gästeblocks stürmten. Auf dem Spielfeld standen sich zeitweise etwa 100 Dresdner und 30 Berliner gegenüber. Erst durch das schnelle Eingreifen einer Hundertschaft der Polizei konnte eine direkte Massenschlägerei auf dem Rasen verhindert werden. Während die Beamten die Lage beruhigten und die Chaoten zurück in ihre Blöcke drängten, setzten die Dresdner Ultras die geklaute Hertha-Fahne am Zaun gut sichtbar in Brand – ein Akt, der die Spannungen beim Duell Dynamo Dresden gegen Hertha BSC weiter verschärfte.

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Wiederanpfiff nach langer Unterbrechung

Bereits in der dritten Spielminute hatte die Partie erstmals unterbrochen werden müssen, da im Berliner Block blau-weißer Rauch gezündet wurde und zeitgleich ein Feuerwerk außerhalb des Stadions stattfand. Nach den schweren Ausschreitungen in der 20. Minute und der darauffolgenden Kabinenflucht der Profis entschied Schiedsrichter Jablonski nach Rücksprache mit den Sicherheitskräften, das Spiel fortzusetzen. Ein Teil der Hertha-Ultras verließ daraufhin aus Protest oder zur Vermeidung von Identfeststellungen vorzeitig den Gästeblock. Die Vorfälle beim Spiel Dynamo Dresden gegen Hertha BSC werden mit Sicherheit ein langes Nachspiel vor dem DFB-Sportgericht haben.

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