Ab Montag, dem 20. April 2026, wird der Parkplatz an der Bundesstraße 9 (B9) nördlich von Nierstein für voraussichtlich zwei Wochen voll gesperrt. Grund für die Maßnahme ist nicht etwa eine Fahrbahnerneuerung, sondern ein massives Müllproblem an der rheinseitigen Böschung, dem nun mit baulichen Mitteln begegnet wird.
150 Meter langer Schutzzaun an der B9 bei Nierstein gegen Müllsünder
Um die Uferlandschaft nachhaltig zu schützen, lässt der Landesbetrieb Mobilität auf einer Länge von rund 150 Metern einen Schutzzaun errichten. Dieser soll verhindern, dass Unrat ungehindert die schwer zugängliche Böschung hinuntergeworfen wird. In der Vergangenheit war der Parkplatz immer wieder zweckentfremdet worden, um Abfälle illegal und zulasten der Umwelt zu entsorgen.
Unzumutbarer Aufwand für die Straßenmeisterei
Die Bilanz der illegalen Ablagerungen ist erschreckend. Laut offiziellen Angaben reicht die Palette des hinterlassenen Unrats von einfachem Haus- und Sperrmüll über Bauschutt bis hin zu gefährlichen Flüssigkeiten wie Lösungsmitteln und Altölen.
Für den Betriebsdienst der zuständigen Straßenmeisterei Mainz ist die Situation mittlerweile unzumutbar geworden:
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Hoher Arbeitsaufwand: Die Reinigung der steilen und unwegsamen Uferböschung ist gefährlich und zeitintensiv.
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Explodierende Kosten: Die fachgerechte Entsorgung von Gefahrstoffen und großen Müllmengen verursacht überdurchschnittlich hohe Kosten, die letztlich die Allgemeinheit trägt.
Dauer der Einschränkungen
Die Vollsperrung des Parkplatzes an der B9 bei Nierstein ist für den Zeitraum der Montagearbeiten notwendig, um einen sicheren Arbeitsablauf zu gewährleisten. Autofahrer werden gebeten, in diesen zwei Wochen auf alternative Haltepunkte entlang der B9 auszuweichen. Mit der Fertigstellung des Zauns Anfang Mai erhoffen sich die Verantwortlichen eine dauerhafte Entlastung für den Betriebsdienst und einen wirksamen Schutz für das sensible Ökosystem am Rheinufer.




