AEW News – Das Wrestling-Jahr 2026 hat seinen ersten großen Aufreger. Beim Pay-Per-View „AEW Revolution“ in Los Angeles sorgte ein unangekündigtes Erscheinen für bebende Ränge im Staples Center. Der Fokus lag dabei auf der ehemaligen UFC-Ikone und WWE-Championesse, deren Debüt als Ronda Rousey bei AEW die Women’s Division nachhaltig erschütterte. Doch während die Fans bereits über eine langfristige Wachablösung spekulierten, zeichnen Backstage-Berichte ein differenzierteres Bild.
Der Überraschungs-Heel-Turn bei Revolution
Nachdem AEW Women’s World Champion Toni Storm ihren Titel erfolgreich verteidigt hatte, schien die Show ihren gewohnten Gang zu gehen – bis das Licht erlosch. In einem intensiven Segment griff Ronda Rousey aktiv in das Geschehen ein. Anstatt jedoch die Favoritin der Fans zu geben, verbündete sie sich unter lautstarken Buhrufen mit Marina Shafir. Gemeinsam ließen sie eine abgekämpfte Toni Storm im Ring zurück. Dieser bewusste Schritt, Ronda Rousey bei AEW sofort als bösartigen „Heel“ zu positionieren, war laut internen Quellen genau das Ziel der Verantwortlichen, um ein frisches Narrativ abseits ihrer bisherigen Karriere zu schaffen.
Vertragsstatus: Einmaliger Gastauftritt oder neue Heimat?
Trotz der massiven medialen Aufmerksamkeit gibt es aktuell dämpfende Nachrichten für AEW-Enthusiasten. Nach Informationen von Fightful Select hat Rousey bisher keinen langfristigen Vertrag bei der Promotion von Tony Khan unterzeichnet. Es gibt innerhalb des Managements derzeit keine Anzeichen dafür, dass es sich um den Beginn eines dauerhaften Engagements handelt.
Vielmehr spielten pragmatische Gründe eine Hauptrolle:
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Logistik: Da Rousey in der Nähe von Los Angeles lebt, war der Einsatz beim Event in der kalifornischen Metropole ohne großen Aufwand umsetzbar.
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Persönliche Kontakte: Das exzellente Verhältnis zwischen Rousey und AEW-Präsident Tony Khan gilt als Türöffner für diese punktuelle Zusammenarbeit.
Die Reaktion der Konkurrenz: WWE war eingeweiht
Entgegen ersten Spekulationen, dass der Auftritt von Ronda Rousey bei AEW die Konkurrenz in Stamford kalt erwischt hätte, berichten Quellen aus dem Umfeld der TKO Group Holdings ein anderes Szenario. Die WWE-Führung war offenbar über die Pläne informiert oder hatte zumindest fest mit einem solchen Schritt gerechnet. Intern wird Rouseys Ausflug zur Konkurrenz als bewusste kreative Emanzipation von ihrer WWE-Vergangenheit gewertet. Ein baldiges Comeback zum Marktführer gilt unter diesen Vorzeichen als nahezu ausgeschlossen.
Obwohl die Zukunft von Ronda Rousey bei AEW nach dem Revolution-Event offiziell offen bleibt, hat das Segment seinen Zweck erfüllt: Es war der meistdiskutierte Moment des Abends und bewies, dass die „Baddest Woman on the Planet“ auch ohne festes Arbeitspapier die gesamte Branche in Aufruhr versetzen kann.




