BYC-NewsKreis Groß-GerauErmittlungen nach Tötungsdelikt in Raunheim dauern an

Ermittlungen nach Tötungsdelikt in Raunheim dauern an

Schüsse im Bistro „Onyro“ – 62-jähriger Wirt und 34-jähriger Gast sterben am Tatort – Mordkommission sucht nach zwei wichtigen Zeugen

Eine nächtliche Gewalttat hat die 17.000-Einwohner-Stadt Raunheim im Kreis Groß-Gerau getroffen. Am frühen Dienstagmorgen (17.03.2026) kam es in einem Lokal an der Frankfurter Straße zu einem folgenschweren Tötungsdelikt in Raunheim, bei dem zwei Männer ihr Leben verloren. Trotz eines Großaufgebots an Einsatzkräften und intensiver Spurensicherung am Tatort fehlt vom Schützen bislang jede Spur.

Tödliche Schüsse in den frühen Morgenstunden

Das Geschehen spielte sich gegen 3:45 Uhr im Bistro „Onyro“ ab. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Ermittler betrat ein bislang unbekannter Täter das Lokal und eröffnete unvermittelt das Feuer. Die Schüsse trafen den 62-jährigen Betreiber des Bistros, Nihat K., sowie einen 34-jährigen Gast so schwer, dass beide noch vor Ort ihren Verletzungen erlagen. Der Schütze nutzte die anschließende Verwirrung, um unerkannt in die Dunkelheit zu flüchten.

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Tatort Frankfurter Straße: Polizei bittet um Mithilfe

Das betroffene Bistro befindet sich in einem zweistöckigen, hell verputzten Gebäude direkt an der Frankfurter Straße. Die zentrale Durchgangsstraße verbindet Raunheim mit den umliegenden Regionen zwischen dem Frankfurter Flughafen und dem Mainufer. Da die Identität des Täters und sein Fluchtweg weiterhin unklar sind, hofft die Mordkommission auf Hinweise aus der Bevölkerung. Insbesondere Personen, die sich zur Tatzeit im Bereich der Frankfurter Straße aufgehalten oder verdächtige Fahrzeuge bemerkt haben, werden gebeten, sich zu melden. Im Fokus der Ermittler stehen zudem zwei Männer, die sich im Umfeld des Lokals aufgehalten haben könnten und als wichtige Zeugen für das Tötungsdelikt in Raunheim gelten.

Hintergründe der Tat völlig unklar

Über das Motiv für die blutige Tat herrscht derzeit noch Schweigen. Das „Onyro“ hatte in der Vergangenheit mehrfach den Betreiber und den Namen gewechselt. Ob es sich um eine Tat im privaten Umfeld, einen Raubüberfall oder eine Auseinandersetzung im Milieu handelt, ist Gegenstand der laufenden Untersuchungen. Bei Google Maps wird das Lokal nach dem gewaltsamen Tod von Nihat K. mittlerweile als „vorübergehend geschlossen“ geführt.