BYC-NewsMain-Taunus-KreisGeisterfahrt bei Hochheim: Falschfahrerin auf der A671 ermittelt

Geisterfahrt bei Hochheim: Falschfahrerin auf der A671 ermittelt

Polizei identifiziert 69-jährige Wiesbadenerin – Dashcam-Videos und Zeugenhinweise führen zur schnellen Aufklärung der Irrfahrt bei Mainz-Kastel

Knapp eine Woche nach einer riskanten Geisterfahrt auf der Autobahn 671 gibt es einen entscheidenden Ermittlungserfolg zu vermelden. Die Polizei konnte die Identität der Person klären, die am späten Sonntagnachmittag (15.03.2026) für gefährliche Situationen im Bereich der Richtungsfahrbahn Wiesbaden gesorgt hatte. Bei der gesuchten Falschfahrerin auf der A671 handelt es sich um eine 69 Jahre alte Frau aus Wiesbaden.

Dashcam-Material liefert den entscheidenden Beweis

Der Vorfall hatte sich gegen 17:30 Uhr auf dem Autobahnabschnitt zwischen der Anschlussstelle Ginsheim-Gustavsburg und Mainz-Kastel ereignet. Dass die Ermittler den Fall so schnell lösen konnten, ist vor allem der modernen Technik und der Aufmerksamkeit anderer Verkehrsteilnehmer zu verdanken. Wie die zuständige Dienststelle mitteilte, führte insbesondere die Auswertung von zur Verfügung gestellten Dashcam-Aufnahmen zur Identifizierung des Fahrzeugs und der Halterin. Diese digitalen Beweise, kombiniert mit detaillierten Zeugenaussagen, ließen keinen Zweifel an der Urheberschaft der Falschfahrerin auf der A671.

Medizinischer Notfall als Ursache der Irrfahrt auf der A671

Im Rahmen der polizeilichen Befragung stellte sich heraus, dass hinter der gefährlichen Fahrt keine Absicht oder grobe Fahrlässigkeit im herkömmlichen Sinne steckte. Die 69-jährige Wiesbadenerin gab an, dass die Falschfahrt auf akute medizinische Probleme zurückzuführen war, die während der Fahrt auftraten und zu einer Orientierungslosigkeit führten. Die Beamten prüfen nun in Zusammenarbeit mit der Fahrerlaubnisbehörde, inwiefern die gesundheitliche Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen weiterhin gegeben ist.

Dank an die Bevölkerung

Die Polizei betonte in ihrem Abschlussbericht die Wichtigkeit der zivilen Mithilfe. Ohne die zahlreichen Meldungen und das bereitgestellte Bildmaterial hätte die Suche nach der Falschfahrerin auf der A671 deutlich mehr Zeit in Anspruch genommen. Glücklicherweise kam es am Sonntag trotz der massiven Gefährdung zu keinem Zusammenstoß mit dem Gegenverkehr.