BYC-NewsMainzMüll an Altkleidercontainern in Mainzer Stadtteilen

Müll an Altkleidercontainern in Mainzer Stadtteilen

Sertoriusring in Finthen als Negativbeispiel – Illegaler Unrat und Sondermüll verursachen hohe Kosten für die Allgemeinheit

Es ist ein gewohntes, aber zutiefst ärgerliches Bild in vielen Mainzer Stadtteilen: Wo eigentlich ausgediente Textilien für den guten Zweck gesammelt werden sollten, stapeln sich kistenweise Hausmüll, alte Elektrogeräte und ausrangierte Möbel. Das Problem mit illegalem Müll an Altkleidercontainern nimmt zu und sorgt nicht nur für einen unschönen Anblick, sondern belastet auch massiv die Kassen der Stadt und der Gemeinden. Die Zeche für diese rücksichtslose Art der Müllentsorgung zahlt am Ende jeder einzelne Steuerzahler.

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Dreiste Ignoranz im Sertoriusring (Finthen)

Ein besonders eklatantes Beispiel für diese Mentalität befand sich im Sertoriusring, Ecke Merkurweg, im Mainzer Stadtteil Finthen. Der dort aufgestellte Altkleidercontainer ist regelmäßig von wilden Müllablagerungen umgeben. Was diesen Standort besonders brisant macht: Die offizielle und kostenfreie Entsorgungsmöglichkeit liegt quasi direkt vor der Nase. Der Wertstoffhof der Stadt ist nur etwa 150 Meter entfernt und vom Containerstandort aus in direkter Sichtweite. Diese extreme Form der Bequemlichkeit und Ignoranz lässt Anwohner und Entsorgungsbetriebe fassungslos zurück. Anstatt den Unrat ordnungsgemäß wenige Meter weiter abzugeben, wird er einfach illegal abgeladen.

Problem nicht nur vor, sondern auch Altkleidercontainern

Die illegale Entsorgung beschränkt sich jedoch keineswegs nur auf den Bereich außerhalb der Container. Wie Entsorgungsunternehmen berichten, kommt es nicht selten vor, dass Sondermüll – wie Farben, Lacke oder Altöl – direkt in die Altkleidercontainer geworfen wird. Dies hat verheerende Konsequenzen: Durch auslaufende Flüssigkeiten werden die gespendeten Kleider unbrauchbar gemacht. Ausgediente Textilien, die eigentlich noch getragen oder recycelt werden könnten, verwandeln sich so in teuer zu entsorgenden Rest- oder gar Sondermüll. Der eigentliche Zweck der Sammlung wird vollständig konterkariert.

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Hohe Kosten für die Allgemeinheit

Die Beseitigung des wilden Müll an Altkleidercontainern verursacht jährliche Kosten in enormer Höhe. Mitarbeitende der Entsorgungsbetriebe müssen ausrücken, um den Unrat einzusammeln, zu sortieren und fachgerecht zu beseitigen. Diese Personal- und Transportkosten werden auf die Müllgebühren umgelegt, die von allen Bürgern getragen werden. Wer seinen Müll illegal entsorgt, bereichert sich also indirekt auf Kosten der Allgemeinheit. Artikelempfehlung: Wilde Müllablagerungen in Bingen sind unerträglich


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