Wenn jede Sekunde zählt, muss die Technik perfekt funktionieren. Das Team der DRK-Rettungswache Ingelheim kann sich seit kurzem auf ein neues „Arbeitsgerät“ verlassen: Ein hochmoderner Rettungswagen (RTW) wurde offiziell in Dienst gestellt und ersetzt das verdiente Vorgängermodell.
Kraftpaket mit Köpfchen
Das neue Einsatzfahrzeug basiert auf einem Mercedes Sprinter und entspricht dem einheitlichen Fahrzeugkonzept des Landes Rheinland-Pfalz. Mit einem Gesamtgewicht von 4,1 Tonnen und einem effizienten 190 PS starken Motor (Mercedes 419 CDI) ist der Wagen bestens für schnelle Einsatzfahrten gerüstet. Das Cockpit bietet den Rettern modernste Assistenzsysteme, Digitalfunk und ergonomischen Komfort für die langen Stunden im Dienst.
„Die Kolleginnen und Kollegen sind begeistert“, berichtet Thorsten Blos, Leiter der Rettungswache Ingelheim. „Wenn Patienten in kritischen Situationen versorgt werden müssen, kommt es auf Sicherheit und moderne Ausstattung an. Das neue Fahrzeug bietet genau das.“
Ein „rollendes Behandlungszimmer“ für das DRK in Ingelheim
Besonderes Augenmerk wurde auf den Patientenraum gelegt. Hier findet sich Medizintechnik auf Klinikniveau:
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Modernste Überwachung: Defibrillator-Einheit, Beatmungsgerät und telemedizinische Anbindung.
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Schneller Zugriff: Notfallrucksack und Sauerstofftasche sind strategisch an der Seitentür platziert.
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Maximale Sicherheit: Alle Geräte sind auf crashgetesteten Airlinerschiene verlastet, was Flexibilität und Schutz bei Unfällen garantiert.
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Ergonomie-Plus: Die elektrohydraulische Trage (STRYKER PowerPro XT) richtet sich selbst auf und schont so den Rücken der Sanitäter beim Heben von Patienten.
Telemedizin und Fachkompetenz
Ein Highlight ist die Anbindung an das Telenotarztsystem des Landes Rheinland-Pfalz. Sollte vor Ort kein Notarzt verfügbar sein, können Notfallsanitäter per Video und Datenübertragung ärztliche Unterstützung hinzuziehen. Dies ergänzt die hohe Kompetenz der Notfallsanitäter, die heute viele ärztliche Maßnahmen im Rahmen der Heilkundeausübung eigenständig durchführen dürfen, um Lebensgefahr abzuwenden.
Michael Kurz, Geschäftsführer des DRK Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe, zieht ein positives Fazit: „Wir freuen uns, eine solch moderne Ausstattung ermöglichen zu können, und wünschen den Kollegen stets eine gesunde Rückkehr aus ihren Einsätzen.“




