Am Freitag, den 13.03.2026, verzeichnete die Polizei Mainz eine Häufung von betrügerischen Anrufen im Mainzer Stadtgebiet. Bei dieser Form des Callcenterbetrugs versuchen Kriminelle mit einer perfiden Masche, an das Ersparte und die Wertsachen der Bürgerinnen und Bürger zu gelangen.
Die Masche: Einbruchs-Legende und „Sicherungsverwahrung“
Die Unbekannten geben sich am Telefon als Beamte der Polizei Mainz aus. Sie behaupten, dass im Rahmen einer Festnahme von Einbrechern Listen mit den Daten der Angerufenen sichergestellt worden seien. Um das eigene Hab und Gut vor einem vermeintlich unmittelbar bevorstehenden Einbruch zu schützen, müssten Bargeld und Wertgegenstände umgehend zur „sicheren Verwahrung“ an die Polizei übergeben werden.
Neue Eskalationsstufe: Übergabe vor der Dienststelle
Besonders dreist: In den aktuell gemeldeten Fällen forderten die Täter ihre Opfer auf, die Wertsachen an vereinbarten öffentlichen Orten zu hinterlegen. Teilweise wurde sogar suggeriert, die Übergabe solle direkt vor einer Liegenschaft der Polizei Mainz erfolgen, um die Seriosität des Anrufs vorzutäuschen. Die Ermittler schließen zudem ein weiteres gefährliches Motiv nicht aus: Die Täter könnten versuchen, die Betroffenen aus ihren Wohnungen zu locken, um in der Zwischenzeit ungehindert Einbrüche in die verlassenen Objekte zu begehen.
Wichtige Verhaltensregeln der Ermittler
Die Polizei Mainz stellt unmissverständlich klar: Echte Polizeibeamte fragen am Telefon niemals nach Bargeld, Schmuck oder Kontoständen. Es werden keine Wertgegenstände zur „Sicherung“ eingefordert.
Die Beamten raten dringend dazu:
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Seien Sie bei Anrufen von angeblichen Polizisten grundsätzlich misstrauisch.
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Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und beenden Sie das Telefonat sofort.
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Geben Sie niemals Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
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Wählen Sie bei verdächtigen Wahrnehmungen oder nach einem solchen Anruf umgehend den Notruf 110. Nutzen Sie dabei nicht die Rückruffunktion Ihres Telefons, sondern wählen Sie die Nummer aktiv neu.




