Der digitale Aufbruch in Bingen stößt auf verkehrstechnische Grenzen. Wie die Stadtverwaltung und die DATABAU Rhein-Nahe GmbH heute gemeinsam mitteilten, muss der Glasfaserausbau in Bingen -Bingerbrück an entscheidenden Stellen pausieren. Der Grund ist paradox: Die Straßen, in denen die Glasfaser verlegt werden soll, werden derzeit dringend als Umleitungsstrecken für andere Großbaustellen benötigt.
Umleitungsdruck stoppt Aufgrabungen in Bingerbrück
Da der Durchgangsverkehr aufgrund der Arbeiten in der Koblenzer Straße weiträumig über die Schlossstraße, Gutenbergstraße und Viktoriastraße fließt, ist die Belastungsgrenze erreicht. Weitere Baustellen und Aufgrabungen für das schnelle Internet sind hier aktuell nicht genehmigungsfähig. Betroffen vom vorläufigen Ausbaustopp sind unter anderem:
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Schlossstraße und Hohenzollernstraße
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Friedrichstraße und Hildegardisstraße
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Wilhelm-Hacker-Straße
Neue Einbahnstraße in der Gutenbergstraße ab 23. März
Um die Sicherheit während der nächsten Bauphasen an der sogenannten „Darmverschlingung“ (Kreiselausbau) zu gewährleisten, wird die Verkehrsführung massiv angepasst. Ab Montag, den 23. März 2026, wird die Gutenbergstraße zwischen Schlossstraße und Wigbertstraße zur Einbahnstraße (Fahrtrichtung Wigbertstraße). Diese Regelung soll laut Stadtverwaltung voraussichtlich bis zum 31. Juli 2026 bestehen bleiben, um Rettungsdiensten im Notfall eine schnelle Durchfahrt zu ermöglichen.
Hier geht der Glasfaserausbau in Bingen dennoch voran
Trotz der Zwangspause in Bingerbrück melden die Verantwortlichen Fortschritte in anderen Stadtteilen:
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Bingen Stadt: In der Schiller-, Goethe- und Lessingstraße sowie im Bereich Waldstraße/Dr.-Gebauer-Straße kommt es weiterhin zu (teilweise vollen) Sperrungen.
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Bingen-Büdesheim: Die Arbeiten „Am Langenstein“ und in der Prizrenstraße biegen auf die Zielgerade ein (ca. zwei Wochen Restlaufzeit). Danach wandert die Baustelle weiter in die Raiffeisenstraße und Pfarrer-Michel-Straße.
Die DATABAU und die Stadt bitten die Bürger um Verständnis für die Einschränkungen, die durch die Koordination der verschiedenen Großprojekte unvermeidbar seien.



