Der Neubau des Binger Empfangsgebäudes wird zum Vorzeigeprojekt für moderne und inklusive Infrastruktur. Wie das Bundesverkehrsministerium nun offiziell bestätigte, wird der Bahnhof im Zuge der Erneuerung mit einer zusätzlichen, öffentlich zugänglichen Unisex-WC-Anlage ausgestattet.
Druck auf höchster Ebene
Bereits im Dezember 2025 hatte Oberbürgermeister Thomas Feser die mangelhafte Planung der DB InfraGO AG scharf kritisiert. Da im ersten Entwurf des neuen Empfangsgebäudes am Hauptbahnhof in Bingen keine Toiletten vorgesehen waren, wandte sich Feser nicht nur direkt an die Bahn, sondern adressierte seine Beschwerde auch an Bundesverkehrsminister Schnieder.
Das Ziel war klar: Eine moderne Verkehrsdrehscheibe wie der Binger Bahnhof darf nicht ohne öffentlich zugängliche und barrierefreie Toiletten geplant werden, wenn sie für Pendler und Touristen gleichermaßen attraktiv sein soll.
Zusage aus Berlin
In der nun vorliegenden Antwort aus dem Bundesverkehrsministerium wird der Erfolg der Binger Initiative deutlich. Der Minister teilte mit, dass die DB InfraGO AG ihre Planungen für den Hauptbahnhof in Bingen angepasst hat. Im Rahmen des mehrjährigen Erneuerungsprojekts wird das Empfangsgebäude nun folgende Anlagen erhalten:
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Barrierefreie Sanitäranlagen: Integriert in den Neubau, um allen Reisenden gerecht zu werden.
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Zusätzliche Unisex-WC-Anlage: Eine weitere, öffentlich zugängliche Option für alle Nutzer des Bahnhofs.
Ein Gewinn für die Infrastruktur und den Hauptbahnhof in Bingen
Für Oberbürgermeister Feser und die Stadt Bingen ist diese Nachricht ein bedeutender Etappensieg. Die Korrektur der Planungen stellt sicher, dass der Bahnhofsneubau den Anforderungen an eine moderne, kundenorientierte Infrastruktur entspricht. Besonders für Pendlerinnen und Pendler sowie für Gäste der Stadt bedeutet diese Entscheidung eine erhebliche Steigerung der Aufenthaltsqualität am Bahnhof.






