Rheinwelle Gau-Algesheim – Ein weithin sichtbares Zeichen für interkommunale Stärke: Am 2. März 2026 feierten rund 60 Gäste das Richtfest für den Erweiterungsbau des Regionalbads „rheinwelle“. Mit dem Abschluss der Rohbauarbeiten ist eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte im Landkreis Mainz-Bingen auf die Zielgerade eingebogen.
Ein Kraftakt für den Schwimmsport
Unter den Augen von Ehrengästen wie Innenminister Michael Ebling, Verbandsvorsteher Sebastian Hamann und Bürgermeisterin Eveline Breyer wurde der traditionelle Richtspruch von Zimmermann Pascal Sahm vorgetragen. Das Projekt gilt als Antwort auf den hohen Bedarf an Wasserflächen für Schulen und Vereine. Verbandsvorsteher Sebastian Hamann betonte zur Eröffnung, dass die zusätzliche Wasserfläche es künftig noch mehr Kindern ermögliche, schwimmen zu lernen, und bessere Trainingsmöglichkeiten für alle Generationen biete.
Das Bauprojekt: Zahlen und Finanzierung
Der Erweiterungsbau ist nicht nur funktional, sondern auch finanziell ein Schwergewicht. Insgesamt werden rund 16 Millionen Euro investiert, um eine moderne und energieeffiziente Sportstätte zu schaffen. Die Finanzierung setzt sich aus mehreren Säulen zusammen: Das Land Rheinland-Pfalz steuert 4 Millionen Euro aus dem Sportstättenförderprogramm bei, während der Landkreis Mainz-Bingen das Vorhaben mit 1,425 Millionen Euro unterstützt. Die Städte Ingelheim, Bingen und Gau-Algesheim tragen gemeinsam 4,9 Millionen Euro; der verbleibende Anteil wird über Darlehen gedeckt.
Was neu entsteht: Fokus auf Schulen und Vereine
Der Anbau wurde gezielt geplant, um den öffentlichen Badebetrieb vom Trainings- und Schulbetrieb zu entzerren. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören:
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Zusätzliche Wasserflächen: Ein neues 25-Meter-Sportschwimmbecken sowie ein multifunktionales Lehrschwimmbecken werden errichtet.
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Separater Zugang: Ein eigener Eingang für Schulklassen und Vereine ermöglicht einen reibungslosen Ablauf, völlig unabhängig von den regulären Badegästen.
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Nachhaltigkeit: Der moderne Komplex erfüllt höchste Anforderungen an die Energieeffizienz.
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Kunst am Bau: Das Bauwerk wird im Rahmen des Projekts auch künstlerisch aufgewertet.
Anerkennung für Handwerk und Planung
Das Richtfest des Anbaus der rheinwelle Gau-Algesheim bot den Verantwortlichen die Gelegenheit, die Arbeit der Fachkräfte zu würdigen. Innenminister Michael Ebling gratulierte den Kommunen zu diesem gemeinsamen Kraftakt und zollte der Leistung aller Beteiligten großen Respekt. Auch Bürgermeisterin Eveline Breyer lobte die hervorragende Zusammenarbeit und dankte ausdrücklich den Handwerkerinnen und Handwerkern, Planern sowie den Technik-Teams der rheinwelle Gau-Algesheim für ihren Einsatz.
Ausblick: Eröffnung des Anbaus an der Rheinwelle Gau-Algesheim im Jahr 2027
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Rohbauphase konzentrieren sich die kommenden Monate auf den Innenausbau und die Installation der hochmodernen Schwimmbadtechnik. Sofern die weiteren Bauphasen planmäßig verlaufen, wird das neue Hallenbad im Laufe des Jahres 2027 offiziell eröffnet. Es soll künftig als zukunftsweisender Ort für Sport, Begegnung und Gemeinschaft in der Region dienen.









