Mit dem Ende der dunklen Jahreszeit zieht die Polizei die Zügel im Bereich der Kaiserstraße in Mainz wieder deutlich an. Zwei Monate früher als im vergangenen Jahr kündigen die Kriminal- und Polizeidirektion eine Intensivierung der Kontrollen an. Das Ziel ist klar: Der erfolgreiche Kurs der eingerichteten Ermittlungsgruppe (EG Szene) gegen Betäubungsmittelkriminalität soll konsequent fortgesetzt werden.
Kriminalität in der Kaiserstraße in Mainz deutlich gesunken
Die Bilanz des vergangenen Jahres (Mai bis November 2025) dient der Polizei Mainz als klarer Beleg dafür, dass massiver Kontrolldruck wirkt. Besonders die Auswirkungen auf die sogenannte Begleitkriminalität sind bemerkenswert. Durch die hohe Präsenz in der Kaiserstraße in Mainz konnten folgende Rückgänge im Vergleich zum Vorjahr 2024 erzielt werden:
-
Eigentumsdelikte (Diebstahl): Rückgang um rund 32 %
-
Körperverletzungen: Reduzierung um rund 29 %
-
Sonstige polizeiliche Anlässe: Rückgang um insgesamt 24 %
Die Bilanz der „EG Szene“ im Detail
Die intensive Arbeit der Ermittlungsgruppe im Jahr 2025 unterstreicht die Notwendigkeit der dauerhaften Präsenz vor Ort. Zu den wichtigsten Ergebnissen zählen:
-
Personenkontrollen: Insgesamt wurden über 1.800 Personen überprüft, von denen 93 % bereits polizeibekannt waren.
-
Strafanzeigen: Es wurden 171 Anzeigen gefertigt, davon über 80 % im Bereich des Betäubungsmittelhandels.
-
Sicherstellungen: Neben Drogen wie Kokain, Amphetamin und Cannabis wurden 42 Waffen (darunter Messer und Pfefferspray) aus dem Verkehr gezogen.
-
Haft und Platzverweise: 15 Haftbefehle wurden vollstreckt und 10 Wohnungsdurchsuchungen durchgeführt. Zudem wurden 366 Platzverweise und 28 Aufenthaltsverbote ausgesprochen.
Strategie 2026: Frühstart gegen die Szene
Während die Wintermonate für Hintergrundrecherchen und Strukturaufklärung genutzt wurden, kehrt die Polizei nun mit voller Stärke auf die Straße zurück. Unterstützt durch die Bereitschaftspolizei setzt die Einsatzleitung auf eine Nulltoleranz-Strategie.
„Die Zahlen aus 2025 zeigen, dass unsere Strategie Früchte trägt. Mit dem Beginn des Frühlings werden wir den Kontrolldruck wieder erhöhen, um illegalen Handel sowie Gewalt- und Eigentumsdelikte bereits im Keim zu ersticken“, so die Einsatzleitung. Durch die frühe Intensivierung im März soll verhindert werden, dass sich kriminelle Strukturen mit steigenden Temperaturen im öffentlichen Raum verfestigen.
Sicherheitsgefühl im Fokus
Neben der reinen Strafverfolgung geht es der Polizei vor allem um das subjektive Sicherheitsgefühl der Mainzer Bevölkerung. Die Kaiserstraße in Mainz und die angrenzenden Quartiere sollen als öffentlicher Raum für alle Bürgerinnen und Bürger sicher und attraktiv bleiben. Die verstärkten Streifen und gezielten Kontrollen werden daher ab sofort wieder das Stadtbild in diesem Bereich prägen.









