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Konflikte durch unangeleinte Hunde im Ober-Olmer Wald

Ein entspannter Ausflug in die Natur endete für ein Ehepaar aus Ober-Olm vor kurzem in einer Stresssituation.

Hunde im Ober-Olmer Wald ohne Leine – Bei der Redaktion Leserstimme hat sich ein Ehepaar aus Ober-Olm gemeldet, um auf eine Situation aufmerksam zu machen, die sie zunehmend verunsichert. Die beiden sind regelmäßig mit ihrer kleinen Französischen Bulldogge im Ober-Olmer Waldgebiet unterwegs. Doch die Erholung wird immer öfter durch Begegnungen mit anderen Tierhaltern getrübt, die ihre Aufsichtspflicht offenbar nicht ernst nehmen.

„Zwei große Hunde kamen unkontrolliert auf uns zu“

Das Paar schildert ein typisches Szenario, das sie zuletzt erleben mussten: Während sie mit ihrem angeleinten „Frenchie“ spazieren gingen, kamen plötzlich zwei deutlich größere Hunde (Schäferhunde oder Mix) in hohem Tempo und ohne Leine auf sie zugerannt. „In solchen Momenten schlägt einem das Herz bis zum Hals“, berichtet das Paar. Besonders problematisch: Die Besitzer der großen Hunde befanden sich zu diesem Zeitpunkt etwa 30 bis 40 Meter weit entfernt und setzten ihren Weg völlig entspannt fort, ohne auf die Situation oder die offensichtliche Panik der anderen Spaziergänger zu reagieren.

Für andere Hundebesitzer ist ein solches Verhalten der Gegenüber nicht nur ein Ärgernis, sondern eine Bedrohung. Selbst wenn die größeren Tiere „nur spielen wollen“, kann die schiere körperliche Überlegenheit und das ungestüme Heranstürmen zu Verletzungen oder traumatischen Erlebnissen bei kleinen Hunden und deren Haltern führen.

Klare Regeln: Leinenpflicht für Hunde im Ober-Olmer Wald

Was viele Hundehalter scheinbar vergessen oder ignorieren: Es gibt klare rechtliche Vorgaben. Grundsätzlich gilt, dass Hunde im Ober-Olmer Wald – wie in den meisten Waldgebieten in Rheinland-Pfalz – angeleint sein müssen. Dies dient mehreren Schutzzwecken:

  • Schutz der Wildtiere: Unangeleinte Hunde können den Geruch von Wild aufnehmen und ihrem Jagdtrieb folgen, was besonders in der Brut- und Setzzeit fatale Folgen für den Nachwuchs von Rehen oder Vögeln hat.

  • Sicherheit anderer Besucher: Nicht jeder Spaziergänger, Jogger oder Radfahrer ist hunderfahren oder fühlt sich in der Gegenwart unangeleinter Tiere wohl.

  • Vermeidung von Beißvorfällen: Die Leine stellt sicher, dass der Halter jederzeit unmittelbar auf sein Tier einwirken kann, bevor es zu einer physischen Auseinandersetzung zwischen Hunden kommt.

Appell an die gegenseitige Rücksichtnahme

Die Redaktion nimmt den Bericht des Paares zum Anlass, an alle Tierhalter zu appellieren, die geltenden Regeln für Hunde im Ober-Olmer Wald zu respektieren. Ein entspanntes Miteinander in der Natur funktioniert nur, wenn sich alle an die Leinenpflicht halten und insbesondere dann vorausschauend handeln, wenn ihnen andere Personen mit angeleinten Tieren begegnen.

Wer seinen Hund dennoch frei laufen lassen möchte, sollte dies ausschließlich auf dafür ausgewiesenen Flächen oder dem eigenen, gesicherten Grundstück tun. Der öffentliche Wald ist ein Rückzugsort für alle – und Sicherheit sollte hier an erster Stelle stehen.

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