Am Samstagabend um 19:30 Uhr richten sich die Blicke der Volleyball-Fans nach Westfalen. In der Sporthalle Berg Fidel steht die Begegnung VC Wiesbaden gegen USC Münster auf dem Plan. Für die Hessinnen ist die Partie mehr als nur ein reguläres Ligaspiel – es ist der Versuch, nach einer Durststrecke von lediglich einem gewonnenen Satz aus vier Spielen wieder in die Spur zu finden. VCW-Sportdirektor Benedikt Frank, der das Team derzeit interimistisch betreut, arbeitet mit Hochdruck daran, die nötige Konstanz in das Spiel der „Blauen“ zurückzubringen.
Kampf um die Playoff-Plätze spitzt sich zu
Die aktuelle Tabellensituation verleiht der Partie VC Wiesbaden gegen USC Münster zusätzliche Brisanz. Durch das 3:0 der Erfurterinnen gegen Hamburg ist der VCW auf den achten Tabellenplatz zurückgefallen (6 Siege, 17 Punkte). Da bis zum Ende der Hauptrunde am 14. März nur noch vier Spiele ausstehen, zählt jeder Punkt. Das Restprogramm hat es zudem in sich: Nach Münster warten mit Stuttgart und Schwerin zwei absolute Top-Teams der Liga, bevor es zum Abschluss gegen den Neuling aus Hamburg geht. Ob man als Siebter oder Achter in die Playoffs einzieht, entscheidet darüber, gegen welchen der beiden Erstplatzierten man im Viertelfinale antreten muss.
Rückblick: Ein „Nikolaus-Krimi“ macht Mut
Dass man gegen die „Green Kalinen“ aus Münster bestehen kann, hat das Hinspiel gezeigt. Am Nikolaussamstag sahen 1.197 Zuschauer in Wiesbaden einen dramatischen 3:2-Erfolg des VCW. Damals überragte Außenangreiferin Cayetana López Rey mit 19 Punkten. Auffällig war in diesem Match die hohe Fehlerquote im Aufschlag auf beiden Seiten – ein Faktor, der beim erneuten Aufeinandertreffen VC Wiesbaden gegen USC Münster entscheidend minimiert werden muss, um den USC nicht zu leichten Punktgewinnen einzuladen.
Personalien: Erfahrung trifft auf junge Talente
Der USC Münster (Platz 6, 29 Punkte) geht favorisiert in die Begegnung, insbesondere nach dem souveränen Derby-Sieg gegen Borken. Das Team von Trainer Matthias Pack setzt erfolgreich auf eine Mischung aus Erfahrung und Talent:
-
Elena Kömmling: Überzeugte zuletzt als punktbeste Spielerin und Stütze in der Annahme.
-
Amelie Strothoff: Die 20-Jährige sammelte bereits fünf MVP-Medaillen in dieser Spielzeit.
-
Lena Schultze: Das erst 17-jährige Talent hat eine Wiesbadener Vergangenheit am DVV-Stützpunkt und zeigt die starke Nachwuchsarbeit des USC.
Auf Wiesbadener Seite ruhen die Hoffnungen unter anderem auf der spanischen Diagonale Jimena Fernández Gayoso, die ligaweit zu den Top-Scorern zählt.
Stimmen aus dem Team
Interimstrainer Benedikt Frank stellt sein Team auf einen „taffen Fight“ ein und fordert mentale Härte, um gegen die willensstarken Münsteranerinnen gegenzuhalten. Zuspielerin Sanne Konijnenberg blickt trotz der jüngsten Unruhen im Trainerstab positiv auf die Aufgabe: „Wir haben nichts mehr zu verlieren und setzen alles daran, mit 110 Prozent Einsatz nochmal zu überraschen.“ Die Energie im Team stimme trotz der Niederlage gegen Suhl, was als Fundament für den kommenden Samstag dienen soll.
MEHR AUS DIESER KATEGORIE:
DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN:










