Die Anwohner im Bereich des Spielplatzes am Brahmsweg können auf Aufatmen hoffen. In enger Abstimmung mit der Landeshauptstadt beginnt dort nun eine fachlich begleitete Vergrämung der Saatkrähen, um die Auswirkungen der Krähenplage in Mainz nachhaltig zu lindern.
Brennpunkt der Krähenplage in Mainz ist der Spielplatz Brahmsweg
In den vergangenen Jahren hat sich die Population der Saatkrähen am Lerchenberg massiv vergrößert. Was für Naturschützer eine Erfolgsgeschichte ist, bedeutet für die Anwohner vor allem eine enorme Belastung: Extremer Lärm in den frühen Morgenstunden und massive Verschmutzungen durch Kot auf Spielgeräten und Gehwegen. Da einfache Abschreckungsmethoden bei den intelligenten Vögeln bisher wirkungslos blieben, greift man nun zu einer intensiveren Methode.
Falkner-Einsatz gegen die Krähen
Um die Kolonie zum Umzug zu bewegen, wurde ein professionelles Konzept erstellt:
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Entfernung der Nester: Im ersten Schritt wurden bestehende Nester im Rahmen der Baumpflege beseitigt.
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Biologischer Druck: Ein Falkner setzt nun gezielt Greifvögel ein. Die bloße Präsenz der natürlichen Feinde soll den Nestneubau verhindern und die Krähen dazu bringen, den Bereich dauerhaft zu verlassen.
Das Ziel ist es, die Tiere an alternative Standorte außerhalb der Wohnbebauung zu locken, um die Krähenplage in Mainz in diesem sensiblen Bereich aufzulösen.
Artenschutz bleibt gewahrt
Trotz der Belastung für die Bürger stehen die Tiere unter dem Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes und der EU-Vogelschutzrichtlinie. Jede Maßnahme muss daher strengen Regeln folgen: „Vergrämungen sind ausschließlich unter fachlicher Begleitung und nach Genehmigung durch die zuständige Behörde zulässig“, erklärt die Stadtverwaltung.
Hierbei wird sichergestellt, dass Brut- und Aufzuchtzeiten gewahrt bleiben und keine negativen Auswirkungen auf den lokalen Vogelbestand entstehen. Die Landeshauptstadt Mainz fungiert dabei als fachliche Aufsicht.
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